Wie Online-Umfragen Marktforschung effektiver machen können
- keine Bewertung
- 11.07.2007
- 498 Hits
- Fehler melden
- Weiterempfehlen
Marktforschung baut sein Jahrzehnten auf Umfragen, um statistische Aussagen über den Markt aufzustellen. Dieses nützliche und notwendige Mittel hat sich allerdings im Prinzip kaum gewandelt.
Ich möchte in diesem Artikel auf die Möglichkeiten des Internets in dieser Hinsicht näher eingehen.
Die einfachste Form stellt wohl die direkte Umfrage auf der Strasse durch einen Interviewer dar und wird auch weiterhin reichlich angewendet. Als Beispiel dienen Umfrage-Projekte aus soziologischen und ähnlichen Studiengängen wie auch die des Marketing.
Eine weitere Form stellt die telefonische Umfrage dar. Hier werden zufällige Telefonnummern gewählt und die Person am Telefon erst einmal mit Nachdruck überredet, Ihre aktuelle Tätigkeit abzubrechen und sich der Umfrage zu stellen.
Beide Arten der Marktforschung leiden unter einem entscheidendem Manko: Immer wird der Befragte gestört und muss überredet werden mitzumachen.
Ein Vorteil ist, dass oberflächlich gesehen die Gefahr der subjektiven oder systematischen Selektion der Befragten gering ist. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Strassenbefragungen in dieser Hinsicht stark gefährdet sind, da Befragenden die Personen selbst aussuchen und auch die Bereitschaft zur Umfrage davon abhängt, ob der oder die Interviewerin sympathisch erscheint.
Bei telefonischen Befragungen ist die Gefahr, dass allein durch die Wahl des Zeitpunktes der Befragung viele Zielgruppen-Schichten ausgeschlossen werden (Wegen Arbeitszeiten usw.), außerdem ist der personelle Aufwand hierbei üblicherweise außerordentlich hoch.
Eine elegante Alternative stellen Online Umfragen dar.
Bis vor kurzen war durch Online Umfragen kaum auf eine repräsentative Auswahl aus der Bevölkerung zu hoffen. Seit den letzten fünf bis zehn Jahren durchdringt aber das Internet die Gesellschaft immer mehr und Berührungsängste weichen von Jahr zu Jahr einer wachsenden Begeisterung.
Der Vorteil einer Email gestützten, automatischen Umfrage liegt auf der Hand: Der Befragte kann sich den Zeitraum für die Bearbeitung selbst aussuchen und es fehlt ein eventuell beeinflussender Dialog mit Interviewern. Weiterhin sinkt der Aufwand an Personal ungemein.
Basis für eine gute Kampagne ist natürlich eine entsprechende Datenbank an potentiellen Personen. Allerdings stellen Kundenverzeichnisse und ähnliche Datenbanken einen schier unerschöpflichen Fundus dar.
Eine weitere Alternative stellen Scripte dar, die eine Umfrage entweder direkt auf eine Webseite platzieren, oder sogar ein entsprechendes Browser-Fenster starten, wenn die Seite geöffnet wird.
Die Akzeptanz des letzteren ist allerdings zumindest fraglich, da ein Popup immerhin ein potenziell störendes Element ist.
In jeden Fall eröffnet sich für die Marktforschung und für marketingtechnische Studien durch Online- Umfragen neue Möglichkeiten sowohl zur Aktualität, Reaktionsgeschwindigkeit, als auch für ein günstigeres Preis/Leistungs- Verhältnis.






