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Private Kredite im Web 2.0

Das Internet hat sich in seiner zweiten Boom-Phase (dem so genannten Web 2.0), die gerade im vollen Gange ist, stark verbessert und sich seinen privaten Nutzern zugewendet. Die verschiedenen Möglichkeiten und Plattformen der Wissensvermittlung, Kommunikation und des Austausches sind neu und vordergründig weniger kommerziell als in der ersten Hochphase vor ein paar Jahren.

 

Zu dieser neuen Entwicklung gehört auch das „peer-to-peer“ Kreditsystem, bei dem privat Geld verliehen wird. Es wurde gerade in Deutschland eingeführt und hat sich im angelsächsischen Raum sowie in Skandinavien bereits erfolgreich etabliert.

Peer-to-peer bedeutet "von gleich zu gleich". Es handelt sich dabei um Vermittlungsdienste, die online Menschen zusammenbringen, die außerhalb des professionellen Bankgeschäftes Geld leihen oder Geld verleihen möchten.

Der Gedanke dabei ist es, sich die Kosten und den Zeitaufwand sowie die Bürokratie, die hier anfällt, zu sparen, indem der Umweg über die Bank einfach ausgelassen wird. Denn die verleihende Person würde ihr Geld ja der Bank geben – es dort anlegen, mit einer bestimmten Gewinnerwartung – und die Bank wiederum würde das Geld an Personen, die Kreditanträge stellen auszahlen, und dafür Zinsen verlangen. Beim peer-to-peer wird die Bank außen vor gelassen und dabei entstehen Vorteile für beide Seiten. Für den, der privat Geld leiht, entstehen unter Umständen – das hängt natürlich von den individuellen Konditionen ab – günstigere Zinsen. Auf jeden Fall herrscht jedoch ein unbürokratischeres Vergabeverfahren. Der private Kreditgeber kann sein Geld verleihen und die Zinsen direkt verdienen, ohne den Gewinn mit der Bank zu teilen und außerdem hat er dabei die volle Kontrolle darüber, in welchem Bereich sein Geld investiert wird.