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Ein unvernünftiges Roulettesystem


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Viele Menschen verwenden im Casino ein Roulettesystem. Ein Grund dafür ist die mangelnde Disziplin, Ursache für viele Verluste. Wer kennt es nicht? Nach einigen Stunden war man mehrere Male mit einem kleinen Gewinn "vorne" gewesen, und am Schluss hat man alles verloren, nicht nur die Gewinne sondern auch das eigene Geld.

 

Abgesehen davon, dass der Faktor Mathematik grob vernachlässigt wird und viele andere Faktoren auch, haben nicht alle Neulinge das berühmte "Anfängerglück". Wenn nach jedem Wurf die Kugel fällt, dann sieht man immer nur die Gewinnerzahlen und die entsprechenden Einsätze. Die mit dem Rateau durch den Croupier abgezogenen Jetons sind nach wenigen Sekunden verschwunden, und es bleibt der subjektive Eindruck, dass grosse Gewinne ausgezahlt werden. Die Verluste sind schnell vergessen. Der Beobachter bekommt dadurch sehr schnell ein falsches Bild über das Spiel und die Abläufe. Hoffnungen werden geschürt, und das Dilemma nimmt seinen Lauf.

 

Ein sehr beliebtes Roulettesystem ist das Spiel auf zwei Dutzende gleichzeitig. Man setzt auf insgesamt 24 Zahlen und wägt sich dadurch auf der sicheren Seite. Aber auch hier kann man aus mathematischer Sicht Fehler machen, die dem Gast der Spielbank nur Kummer bereiten. Es steht jedem frei, sein Spielverhalten so anzupassen, dass das Roulette nicht immer zum Kummerkasten wird.

 

Im Durchschnitt fällt alle 37 Würfe die Zero, und beide Einsätze auf den Dutzenden sind verloren. Ein "besseres" Roulettesystem wäre es, wenn man anstatt dem 1. Dutzend (Premier) und dem 2. Dutzend (Milieu) die Einsätze auf dem 2. Dutzend und der Einfachen Chance Manque (1-18) platziert.

 

Ein Beispiel: Sie spielen jeweils 15,-- Euro auf dem 1. und 2. Dutzend. Das sind insgesamt 30,-- Euro Einsatz. Einmal in 37 Würfen (Coups) verlieren Sie die 30,-- Euro durch Zero. Setzen Sie hingegen 20,-- Euro auf Manque und 10,-- auf das 2. Dutzend, dann haben Sie nicht nur die Möglichkeit durch die Zahlen von 13-18 "richtig" zu gewinnen, auch die Zeroverluste sind weitaus kleiner. Sie verlieren dann nur noch 20,-- Euro und nicht den kompletten Spieleinsatz, weil die Einfache Chance geteilt werden kann. Diese Reduzierung der Einbussen durch die Zero ist auf lange Sicht eine grosse Summe, und nur der unbelehrbare Spieler nutzt solche Möglichkeiten nicht.

 

So kann man aus einem unvernünftigen Roulettesystem eine Variante gestalten, mit der man zwar nicht mehr gewinnen kann aber die Verluste durch die Zero spürbar verringert.