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Merinowolle im Sportbereich


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Merino- Wolle wird aus dem Haar von Merino- Schafen gewonnen. Die Tiere leben in Australien und Neuseeland und müssen Temperaturunterschiede von 50 Grad und mehr ertragen.

Omas selbst gestrickte Woll-Unterwäsche ist kalter Kaffee. Heute tragen viele Touren-Gänger, die Wert auf Naturfaser legen und trotzdem Funktionalität wollen, Merinowolle. Vorausgesetzt Sie haben das optimale Fabrikat wie Icebreaker, kratzen die modernen Modelle auch nicht mehr. Häufig fragt man sich woher diese Trends. Meist hat man darauf keine Antwort. Dass Merino- Wolle viele gute Eigenschaften hat, wussten schon unsere Ahnen. Die guten Merino-Qualitäten sind auf Grund der Optik von Baumwolle nur schwer zu unterscheiden.

Merino- Wolle wird von Merinoschafen hergestellt. Die Haare der Schafe sind stummelig und außerordentlich gerollt. Die Haare besitzen eine Länge zwischen 40 und 100 Millimeter. Der Durchmesser beträgt 15 bis 25 Mikron. Dass es Merino- Wolle gibt, die ein bisserl mehr kratzt oder ein bisschen geringer kratzt, hängt mit der Dicke der Haare zusammen. Als kratzend werden Haardicken ab 28 Mikron und mehr empfunden. Neben der Beschaffenheit des Ausgangsprodukts sind die Herstellungsverfahren und das Finish der Wolle für die Kratzigkeit entscheidend. Dünne Haare biegen sich bei Kontakt mit der Haut und werden als weich wahrgenommen.

Jedes Material hat seine spezifischen Eigenschaften. Kunstfasern haben im Unterschied zur Merino- Wolle andere Eigenschaften. Hier steht der Feuchtigkeits-Transport im Vordergrund. So nimmt Kunstfaser quasi keine Feuchtigkeit auf und trocknet somit wesentlich schneller. Einige Erzeuger wie zum Beispiel Haglöfs, sind verständlicherweise unmittelbar auf die Idee gekommen, Die positiven Eigenschaften von beiden Materialien zu fusionieren. Dann hat man kein 100 prozentig reines Wollhemd, sondern einen Wollanteil von 50 oder 60 Prozent, gemischt mit einer oder mehreren Kunstfasern. Die Lösung ist dann auch ein Gemisch beider Eigenschaften. Die Wäsche trocknet wesentlich schneller, jedoch sinkt die Wärmeleistung und es riecht deutlich im vergleich zur reinen Merino- Wolle.

Bei der Pflege sollte man den Daten des Herstellers folgen, die in der Bekleidung eingenäht sind. In aller Regel ist das etwas aufwändig. In der Regel kann Merino mit herkömmlicher Wäsche bei 40 Grad gewaschen werden. Wolle soll nicht gebügelt werden und sollte auch nicht im Trockner landen. Beim Kauf sollte man beachten, dass die Teile etwas eingehen können. Wolle wird weniger häufig gewaschen, oftmals reicht einfaches Lüften um lästige Gerüche entkommen lässt.

 

Silvio Graupne

Info.(at)biwakscharte.de