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Gustav Klimt – Der Beethovenfries in der Wiener Secession


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Gustav Klimt (1862-1918) ist einer der berühmtesten und wichtigsten Vertreter des Jugendstils in Österreich. Als Mitbegründer der Wiener Secession (1897) prägte er die Entwicklung sowie die Wahrnehmung des Jugendstils in Wien maßgeblich. 1897 verließ Klimt das Wiener Künstlerhaus, um gemeinsam mit Koloman Moser, Josef Hoffmann und anderen den eingeschlagenen künstlerischen Weg voranzutreiben, der sich von dem konservativen Kunstverständnis löste. Dieser Zusammenschluss manifestierte sich in dem von Joseph Maria Olbrich entworfenen Gebäude der „Wiener Secession“, das bis heute in Wien als Museum besucht werden kann. Allein die äußere Architektur offenbart die Vorliebe der Secession für die Opulenz der Farbe Gold, die auch den Gemälden Gustavs Klimts zu eigen ist. Legendär ist der sogenannte „Beethovenfries“ im Innern des Gebäudes, den Klimt 1901 zu einer Beethoven-Ausstellung anfertigte. Die vom Architekten Josef Hoffmann initiierte Ausstellung veranschaulichte durch das Zusammenspiel von der Architektur des Sezessionsgebäudes über eine zentrale Beethoven-Figur des Künstlers Max Klinger bis hin zu dem sich auf beide vorgenannten beziehenden Bilderfries Gustav Klimts den Gedanken des Gesamtkunstwerks. Der Beethovenfries gilt als programmatisches Werk Gustav Klimts, das in Anlehnung an Beethovens 9. Symphonie sein künstlerisches Ringen um den von Trieben, Sehnsüchten und Leidenschaften gelenkten Menschen veranschaulicht. Die Affinität Klimts zur Farbe und zum Material Gold wird auch in diesem Fries überdeutlich. Einzelne Werke des Frieses, wie etwa „Genien und Poesie“, das finale Bild „Diesen Kuss der ganzen Welt“ oder aber verschiedene andere Details sind als aufwändig produzierte Kunstdrucke in Bilderrahmen erhältlich, die viel Wert auf die authentische Wiedergabe des metallischen Golds legen und somit Klimts ästhetischen Ansprüchen gerecht werden.