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Das Hausbankverfahren (HBV)


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Das Hausbankverfahren ist ein von der Bundesbank realisiertes Projekt zur Vereinheitlichung verschiedener Zahlungssysteme und steht grundsätzlich für alle Kontoinhaber im In- und Ausland zur Verfügung. Hauptsächlich ist es jedoch für Nichtbankenkunden der deutschen Bundesbank entwickelt worden, die somit indirekt am TARGET2 teilnehmen können, welches ein Zahlungssystem ist, das seit dem 19. November 2007 für länderübergreifende Geschäfte zwischen Bankverbindungen zum Wechsel von verschiedenen nationalen Zahlungssystemen bereit steht.
  • Die Zahlungssysteme RTGSplus und TARGET sowie später auch EMZ und STEP2 sind durch das Hausbankverfahren ebenfalls für Privatkunden zugänglich;
  • Korrespondenzgeschäfte, welche die Abwicklung von Euro- bzw. Fremdwährungszahlungen beinhalten, können damit geregelt werden und
  • Kreditinstitute können übergangsweise über die Dienste dieses Verfahrens verfügen. Somit sind sie indirekte Teilnehmer der Bundesbank an den bereits genannten Zahlungssystemen.
Die wesentlichsten Vorteile des HBV sind also die übersichtlichere Abwicklung der eingehenden Zahlungsaufträge sowie die Vermeidung unnötiger Kosten durch separate Zahlungsaufträge. Die Zahlungen werden bei der deutschen Bundesbank über das EÖ-Verfahren (Elektronische Öffnung) realisiert, also über Datenfernübertragung (DFÜ). Aus Gründen der Effizienz begrüßt die Bundesbank Zahlungsabwicklungen ohne Belege, grundsätzlich können diese aber angefordert werden.
Die Verwaltung der Zahlungsaufträge sowie deren Verbuchung erfolgt durch die Bundesbank auf unterschiedlichem Wege. Die jeweilige Verarbeitung richtet sich nach der Art des Zahlungsauftrages und dessen Einreichung. Innerhalb der Betriebszeiten werden eingereichte Aufträge noch am selben Tag abgewickelt. Erfolgt die Beauftragung über das SWIFT-Netz (Telekommunikationsnetz für finanzielle Transaktionen), so ist jedoch ein Tag anzugeben, an dem die Ausführung stattfinden soll. Der Termin muss in einer Zeitspanne von neun Geschäftstagen des Zahlungsverkehrs liegen.

Redaktion, contendia@yahoo.de