Der Erzgebirge Nussknacker in der Werbung
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- 26.01.2008
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Der Nussknacker, dessen Original in der heute meistverwendeten Darstellung aus dem sächsischen Erzgebirge stammt, hat im Laufe seiner Geschichte einen großen Imagewandel erlebt.
Die reine Funktionalität des Erzgebirge Nussknacker als Werkzeug zum Knacken von Nüssen ist schon recht lange unwichtig: der klassische Nussknacker nahm sehr schnell eine rein dekorative Rolle ein.
Zunächst als Spottfigur der Obrigkeit. Denn im Erzgebirge hatte die Bevölkerung nach dem Wegfall der Einnahmen durch den Bergbau heftig unter dieser zu leiden. Die ehemaligen Bergleute hatten große Probleme, nachdem die Bodenschätze des Erzgebirges ausgebeutet und ihnen damit die finanziellen Lebensgrundlagen als Bergarbeiter entzogen waren. Viele zogen weg, einige jedoch sattelten beruflich um und wurden Kunsthandwerker. Und was liegt da näher, als durch kunsthandwerkliches Geschicke die leidige Obrigkeit zumindest zur Weihnachtszeit mal selber solch dicke Nüsse knacken zu lassen. Dann begann der Nussknacker seinen Siegeszug um die ganze Welt, vor allem als Sinnbild für die Weihnachtszeit.
Schnell entdeckten ihn Werbeleute als den idealen Paten für die Advents- und Weihnachtszeit. Nicht zuletzt deshalb, weil die grafische Darstellung des Christkindes in den Anfangstagen der großen Druckauflagen sehr schwierig umzusetzen war. Ein Nussknacker hingegen war sowohl durch die Farbgebung als auch durch die einprägsame Gestalt ein idealer Werbeträger.
Natürlich sind die drucktechnischen Probleme mittlerweile schon lange behoben, aber der Nussknacker aus dem Erzgebirge bleibt trotzdem Sinnbild für die Weihnachtszeit. Denn er hat sich auch in der Phase der Globalisierung vieler Firmen als wert- und religionsfreier Werbeträger bewährt. Das Symbol des Nussknackers aus dem Erzgebirge ist international verständlich und wertfrei.






