Cooldino

Das Horrorfilmdebakel


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Horror- und Gruselfilme sind so alt wie das Kino selbst. Klassiker, wie Nosferatu, Die Fliege oder King Kong, lehrten ihren Zuschauern seit je her- mehr oder weniger- das Schrecken.

Auch heute erfreut sich das Horrorgenre ungebrochener Beliebtheit. Die Art der Filme hat sich im Laufe der Jahrzehnte jedoch stark gewandelt: Neben völlig neuen Gruselgestalten eröffneten weiterentwickelte Spezialeffekte ungeahnte Darstellungsmöglichkeiten. Ein höherer Realismusgrad in der filmischen Gestaltung, etwa hinsichtlich der Wunden der Opfer, waren die Folge. Durch diese Möglichkeiten stieg die Intensität der Horrorfilme deutlich an. Seit den neunziger Jahren werden Schockelemente in erhöhtem Maße eingesetzt. Klaffende Wunden, abgetrennte Glieder und scheußlich entstellte Leichen wurden zu Höhepunkten solcher Horrorfilme.

Der Zuschauer wurde nun weniger durch die Spannung der Handlung selbst, als vielmehr durch die entsetzliche Realität des Dargestellten in Schockmomente versetzt. Kinofilme wie Saw I-III oder Hostel sind markante Beispiele für diesen Wandel. Die Handlung schafft es kaum Spannung aufzubauen, wodurch der Gruselfaktor auf einen Minimum gehalten wird. Jedoch die dargestellten Perversionen und die minutiös ausgeführten Folter- und Sterbeszenen sorgen für reichlich Schock und Ekel. Freilich kann man sich darüber streiten, ob eine solche extreme Art der filmischen Darstellung wünschenswert ist oder ob man nicht vielmehr zum alten Typus zurückgehen sollte, in dem man Angstmomente aufgrund einer verborgenen und mysteriösen Handlung empfindet.