Fussballwetten auf Favoriten?
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- 28.03.2008
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Die Mehrheit der Fussballfans liebt sie, die Fernsehstationen ebenso, die Werbetreibenden besonders, nur die Anbieter von Sportwetten haben ein etwas zwiespältiges Verhältnis zu ihnen. Von wem ist hier die Rede? Es geht um die großen Namen im internationalen Fussball – Bayern München, AC Mailand, Real Madrid und wie sie alle heißen.
Aufmerksame Leser stellen sich nun natürlich die Frage warum ausgerechnet Wettanbieter ein schwieriges Verhältnis zu den Großen haben. Die Antwort darauf findet man im Wettverhalten der Masse, denn oftmals werden Wetten „blind“ auf die groß klingenden Namen des europäischen Fußballs abgeschlossen. Für die Buchmacher bedeutet dies wiederum, dass überproportional viele Wetteinsätze auf den Favoritentipp eingehen und gewinnt der Favorit dann auch noch das Spiel, dann müssen hohe Wettgewinne ausgezahlt werden. Besonders bei der Fussball Weltmeisterschaft in Deutschland siegten zumeist die Favoriten, sodass die Wettanbieter teilweise sogar Verlust machten.
Heißt dies, dass man als Spieler immer nur auf Favoriten wetten sollte? Keineswegs, denn langfristig gesehen wird dies nur in den seltensten Fällen profitabel sein. Hätte beispielsweise die oben angesprochene Fussball Weltmeisterschaft länger gedauert, dann wären die meisten Wettanbieter wahrscheinlich auch mit Gewinn ausgestiegen. Warum dies so ist? Die Wahrscheinlichkeitsrechnung lässt nichts anderes zu, denn Wettquoten werden nach Wahrscheinlichkeitsverteilungen kalkuliert. Genauer gesagt ist es der Quotenschlüssel, der über den langfristigen Profit eines Buchmachers entscheidet. Die Quotenlegung bei Buchmachern muss man sich so vorstellen, dass viele historische Daten (z.B. Langzeitstatistiken) in die Formel mit einfließen und diese werden dann mit aktuellen Ereignissen (z.B. Verletzungen, Medienrummel etc.) kombiniert. Daraus ergibt sich eine Wettquote die relativ nah an der tatsächlichen Eintrittswahrscheinlichkeit für ein Spielergebnis liegt. Nun zieht der Quotenleger noch eine Gewinnspanne ab und veröffentlicht dann eine Wettquote die niedriger ist als die „reale“ Quote. Somit kann es also durchaus passieren, dass die Buchmacher kurzfristig Verluste machen – je mehr Spiele stattfinden, desto wahrscheinlicher ist es aber auch, dass die statistisch zu erwartende Verteilung von Spielergebnissen eintritt.
Zusatzbemerkung der Redaktion: Glücksspiele können süchtig machen !!!






