Umstrittener Staatssport in Deutschland
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- 03.04.2008
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Sportlerwerbung ist mittlerweile fester Bestandteil in der Sportwelt. Selbst in unteren Leistungsklassen gehört ein Trikotsponsor selbstverständlich mit dazu.
Sofern ein prinzipielles öffentliches Interesse am Sport besteht, sind die Chancen gut auch mal in den entsprechenden Sportsendungen im TV aufzutauchen. Ist dies der Fall, steigen die Chancen auf lukrative Werbeverträge zusätzlich. Mit zusätzlichem Geld lässt sich das Training aufwändiger gestalten und die sportliche Verbesserung zahlt sich in attraktiverem Sport und besseren Platzierungen aus, was wiederum die werberelevante Attraktivität des Sportlers erhöht. So funktioniert der Leistungssport schon seit vielen Jahren. Eine Entwicklung der jüngeren Zeit in Deutschland lässt mittlerweile vermehrt kritische Stimmen lauter werden. Es handelt sich um die verstärkte Sportförderung von Bundeswehr, -polizei und Zoll. Viele Athleten, 2007 waren es etwa 1.000, insbesondere aus dem Wintersport, werden von den staatlichen Institutionen beschäftigt und bekommen umfassende Freiheiten wie Dienstbefreiungen, um ihren Leistungssport erfolgreich zu betreiben.
Eine äußerst erfolgreiche junge Biathletin ist nebenbei, quasi als Hobby, auch noch Zollhauptwachmeisterin und wird auch als solche bezahlt. Zusätzlich wirbt sie für diverse Sponsoren, z.B. für einen online Schuhversand. Überhaupt sind die im Staatsdienst befindlichen Wintersportler Disziplin übergreifend bei einigen wenigen Sponsoren unter Vertrag. Eine Eisschnellläuferin mit beeindruckender Karrierebilanz wirbt für denselben Marken-Schuhe Shop. Da wären noch eine ostdeutsche Direktbank oder ein hessischer Heizkesselhersteller usw. Neider werfen diesem System eine steuerfinanzierte Sponsorenvermittlung vor. Andere Kritiker bemängeln die fehlende Weiterbeschäftigung nach Karriereende. Während der eine oder andere Polizeisportler in seinem Beruf weiterarbeitet, wird so gut wie kein Bundeswehrsportler später Soldat. Zudem nutzen noch zu wenige Sportler die Weiterbildungsmöglichkeiten des Bundes, um z.B. nach der Karriere noch ein Studium dranzuhängen.






