DSL: Was Sie schon immer wissen wollten
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- 12.06.2009
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Seit der Markteinführung in den neunziger Jahren, ist die DSL-Technik heute noch immer die dominierende Technik für schnelles Internet. In den letzten Jahren sind die Übertragungsraten gestiegen, die Preise gesunken und beinahe eine flächendeckende Versorgung erreicht worden. Konkurrenz macht sich aber auch breit: Schnelles Internet über Mobilfunk wird zunehmend zu einer Alternative.
Den Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem vorherigen Standard ISDN wurde mit DSL durch eine vom Prinzip her einfache Maßnahme erreicht: Um mehr unterschiedliche Informationen gleichzeitig zu senden, werden mehr verschiedene Frequenzen übertragen, sprich: Es wird das Frequenzband erhöht. Das ist nichts anderes als die Erhöhung der Bandbreite. Im Volksmund wird dieser Begriff allerdings oft für die Datenübertragungsrate verwendet. Das ist aber auch naheliegend, da die Vergrößerung der Bandbreite eine Erhöhung der Datenübertragungsrate zur Folge hat. Weil meist höhere Frequenzen für die Vergrößerung des Frequenzbandes genutzt werden, hat diese Maßnahme aber auch einen entscheidenden Nachteil: Die Reichweite des Signal verringert sich, da die Dämpfung mit der Frequenz zunimmt. Dies hat zur Folge, dass es noch immer Orte gibt, die über keinen Anschluss an das DSL-Netz verfügen, da in Ihrer Nähe ein teurer Verteiler gebaut werden müsste, der sich bei einer geringen Einwohnerzahl nicht rentiert.
Durch die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Tarifen. Grob können alle DSL-Tarife in drei Gruppen eingeteilt werden: DSL-Tarife auf Basis eines Telekom-Anschlusses, Komplettpakete alternativer Anbieter und DSL-Anschlüsse ohne Telefonanschluss. Ersteres ist noch ein Überbleibsel aus der Öffnung des Marktes als kaum noch ein
alternativer Anbieter über eigene Leitungen verfügte. Heute sind Doppel-Flatrates, also ein Komplettpaket mit DSL- und Telefonanschluss inklusive Internet- und Festnetzflatrate für unter 30 Euro pro Monat zu bekommen und somit für die Meisten erste Wahl. Dabei muss aber beachtet werden, dass in vielen Fällen für die Telefonie nur noch ein NGN-Anschluss geschaltet wird. Dabei wird technisch gesehen über das Internet telefoniert, die Qualität reicht aber schon an klassische Festnetzanschlüsse heran. Diese Tarife gehören zur letzten Gruppe, wie auch Tarife bei denen Komplett auf Telefonie verzichtet wird. Diese Tarife könnten interessant sein, wenn das Handy den Festnetzanschluss ersetzt hat. Spezielle Zuhause-Tarife ermöglichen es, mit dem Handy unter einer Festnetznummer erreichbar zu sein und trotz Mobilfunk günstig in das Festnetz zu telefonieren.
Aber nicht nur das Festnetz bekommt Konkurrenz durch mobile Lösungen. Da in vielen Teilen Deutschlands HSDPA verfügbar ist, welches Übertragungsraten von derzeit bis zu 7,2 MBit/s ermöglicht und entsprechende Internet-Flatrates für um die 30 Euro pro Monat buchbar sind, werden diese mehr und mehr zu einer echten Alternative zum DSL-Anschluss. Gerade um noch nicht versorgte Gebiete den Zugang zu schnellem Internet ermöglichen, haben mobile Lösungen durch eine höhere Reichweite einen Kostenvorteil.






