Cooldino

Gefährliches Pflaster

Kriminelle scheinen sich in Frankfurt am Main wohl zu fühlen. Diesen Eindruck könnte man zumindest bekommen, wenn man sich die Kriminalitätsstatistik der Bundesrepublik ansieht. Die hessische Metropole liegt seit Jahren auf dem ersten Platz unter deutschen Großstädten. Auf 100000 Einwohner kommen 16378 Straftaten – trauriger Rekord.

Diese Tatsache bedeutet aber auch, dass einige Berufsgruppen besonders viel zu tun haben. Vor allem Polizisten müssen in Dauerbereitschaft sein, der nächste Einsatz ist garantiert nicht mehr weit. Auch einem Rechtsanwalt in Frankfurt wird es sicher nie langweilig. Vor Gericht muss er schließlich Täter verteidigen oder Opfer als Nebenkläger unterstützen. Das Themenspektrum kann dabei weit gefächert sein. Es ist möglich, dass ein Anwalt in Frankfurt Diebe oder Einbrecher verteidigt. Er kann es aber auch mit den richtig schweren Fällen wie Bankraub, Mord oder Vergewaltigung zu tun haben. Neben Polizisten und Anwälten sind es noch Richter und Sicherheitsdienste, die in Frankfurt besonders wichtig sind.

Auch, wenn die Kriminalität in der größten Stadt Hessens besonders hoch ist, das Leben ist nicht unsicherer als in anderen deutschen Metropolen. Die Zahl der Verbrechen ist nämlich vor allem so groß, weil alles, was am Frankfurter Flughafen passiert, eingerechnet wird. Betrachtet man das gesamte Land, geht die Kriminalität übrigens zurück. Experten sehen die zunehmende Vergreisung als Ursache für diese positive Entwicklung. Wer alt und deswegen die meiste Zeit zu Hause ist, wird wahrscheinlich gar nicht erst kriminelle Energien entwickeln. Überhaupt werden klassische Delikte wie Einbruch, Bankraub, Drogenvergehen und Autodiebstahl immer seltener. Die Gewalt unter Jugendlichen und die Internetkriminalität nehmen dagegen zu.