Mokume Gane Technik
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- 26.11.2009
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Vor ca. 300 Jahren fingen japanische Goldschmiedemeister an, dünne Schichten verschiedener Metalle zu verschweißen, um so eine Möglichkeit zu schaffen, Klingen aus Damaszener Stahl kunstvoll zu verzieren.
Diese so genannte „Mokume Gane Technik“ ist mittlerweile auch von deutschen Goldschmieden zur Fertigung handwerklich hochwertiger Mokume Gane Trauringe aufgegriffen worden. Mokume Gane kann man in etwa mit „holzmaseriertes Metall“ übersetzten. Das Prinzip ist heute wie damals das gleiche: Zunächst werden dünne Bleche verschiedener Metalle zurechtgesägt. Die Bleche werden dann, nachdem sie gründlich gereinigt wurden, unter Druck verschweißt. Die so entstandenen Barren werden dann in mehreren Arbeitsschritten geschmiedet, dünner gewalzt, geglüht, in sich verdreht und geätzt. Am Ende dieses handwerklich anspruchsvollen Prozesses entstehen so einzigartige Mokume Gane Trauringe. Durch die Wahl der Metalle in den einzelnen Schichten kann man verschiedene Effekte erzielen. Wählt der Goldschmied Silber und Shakudo (eine Legierung aus Kupfer und Gold) entstehen Ringe mit einem deutlichen Kontrast. Entscheidet man sich hingegen etwa für Gelb- und Weißgold erhalten die Mokume Gane Trauringe eine dezente Musterung, welche manchmal fast organisch erscheint. So gibt es zahllose Möglichkeiten verschiedene Metalle und Legierungen zu kombinieren. Derzeit werden besonders Gelbgold, Weißgold, Rotgold, Silber, Palladium, Kupfer und Shakudo eingesetzt. Die Musterung der Trauringe hängt aber nicht nur von der Wahl der Metalle ab. Es gibt verschiedene Goldschmiedetechniken zur Herstellung individueller Musterungen. Derzeit sind besonders Mokume Gane Eheringe mit Sternenmustern sehr beliebt. Bei dieser Variante wird der Mokume Gane Rohling „tordiert“, das heißt in sich verdreht, wodurch im Schmuck kleine Sterne entstehen. Eine weitere der zahlreichen Möglichkeiten ist Trauringe mit geschwungenen Linien zu schmieden. Handwerklich hochwertige Mokume Gane Trauringe sind fugenlos geschmiedet, dass heißt sie bestehen aus einem Stück, das Muster ist an keiner Stelle unterbrochen. Mokume Gane unterscheidet sich somit in vielerlei Hinsicht von klassischen Techniken und eröffnet ganz neue Wege individuellen Schmuck zu fertigen.
- Die Goldschmiede Schwaderlapp -






