Wohngebäudeversicherung und Hausrat Versicherung, braucht man als Hausbesitzer beides?
- keine Bewertung
- 03.12.2009
- 408 Hits
- Fehler melden
- Weiterempfehlen
Die eigenen vier Wände zu besitzen, dass ist wohl der große Traum jeder Familie. Mit diesem Wunsch als Ansporn, spart man so viel man kann und nimmt zur Erfüllung des Traumes einen hohen Kredit auf. Umso ärgerlicher, wenn ein Sturm oder eine andere Katastrophe das geliebte Eigenheim zerstören oder beschädigen. Wer für so einen Fall nicht mit einer Wohngebäudeversicherung vorgesorgt hat, muss für die Schäden selber aufkommen, die in den meisten Fällen sehr hoch sind.
Stürzt beispielsweise bei einem starken Gewittersturm ein großer Baum auf die Immobilie, wird das Dach stark beschädigt. Der entstandene Schaden ist groß, denn nicht nur das Dach ist kaputt, nein auch das Mobiliar ist beschädigt, denn durch das defekte Dach konnte Wasser in das Haus eindringen. Bei so einem Fall verursacht demnach nicht nur die Reparatur des Daches hohe Kosten (ca. 15.000 Euro), sondern auch der Abtransport des herabgestürtzten Baumes, die sich auf 4.000 Euro belaufen können. Übrig bleiben noch die Kosten für den beschädigten Hausrat. Anhand so eines Praxisbeispiels, kann man gut erkennen, wie wichtig eine Wohngebäudeversicherung ist, denn knapp 20.000 Euro für eine Reparatur haben wohl die wenigsten Hausbesitzer in der Sockenschublade versteckt. Dieser Fall zeigt allerdings auch, dass es als Eigenheimbesitzer nicht reicht sich durch eine Wohngebäudeversicherung abzusichern, denn damit auch Schäden im Haus bzw. am Hausrat ersetzt werden, muss man zusätzlich eine Hausrat Versicherung abschließen. Doch worin liegt der Unterschied dieser beiden Versicherungen?
Schäden am Haus, die durch Feuer, Wasserrohrbruch oder Stürme entstehen sind durch eine Wohngebäudeversicherung abgesichert. Beinhaltet sind Schäden, durch Frost, Leitungswasser, wie auch Rohrbruch, Hagel und Sturm, aber auch Blitz, Brand und Explosion. Auf eine Erweiterung der Wohngebäudeversicherung sollte man nicht verzichten, denn dann ist man auch gegen Elementarschäden, wie Erdrutsch, Schneedruck, Überschwemmungen, Erdbeben etc. abgesichert. Dabei versichert die Wohngebäudeversicherung nicht nur das Haus selbst, sondern auch die Grund- und Kellermauern, elektrische Anlagen, die Zentralheizung und eingebaute Schränke, sowie Holzdecken, sanitäre Installationen und Bodenbeläge, die fest verlegt sind. Zudem bieten viele Wohngebäude Versicherungen eine kostenlose Mitversicherung von Garagen, Solaranlagen und auch Wärmepumpen an. Nach dieser Erweiterung sollte man sich unbedingt informieren.
Doch wie auch schon anfangs erwähnt, reicht eine Wohngebäudeversicherung als alleinige Absicherung nicht aus, denn diese Versicherung versichert nicht das Hab und Gut, das sich im Haus befindet, wie beispielsweise das gesamte Mobiliar. Damit auch dieses nach einem Brand oder einer Überschwemmung ersetzt wird, benötigt man zusätzlich eine Hausrat Versicherung. Die meisten Hausratversicherungen sind dazu übergegangen zerstörte oder beschädigte Dinge zum Neuwert und nicht mehr zum Zeitwert zu ersetzten. So kann man sich sicher sein, das man mit Hilfe der Hausrat Versicherung sein Haus auch nach einem Brand oder ähnlichem, wieder neu einrichten kann, ohne sich Sorgen über die Finanzierung und ohne Abstriche machen zu müssen.
Als Hausbesitzer ist man demnach gut beraten eine Wohngebäudeversicherung und eine Hausrat Versicherung abzuschließen, denn nur die Kombination aus beiden Versicherungen bietet einen optimalen Schutz für den lang gehegten Traum, der durch unvorhersehbare Katastrophen leicht zerstört werden kann. Ist man allerdings durch die beiden Versicherungen geschützt, kann man an seinem Traum festhalten und sich sicher sein, dass man seine eigenen vier Wände durch den finanziellen Ausgleich der Wohngebäudeversicherung im schlimmsten Fall neu errichten kann.






