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Onlinegames – Ein weiterer Schritt in die Digitalisierung?

Nicht nur der soziale Kontakt hat sich zumindest teilweise auf den virtuellen Raum verlegt, sondern auch die altbewährten Gesellschaftsspiele. Sogenannte Spiele-Abende innerhalb der Familie oder auch mit Freunden gehören längst der Vergangenheit an. Oftmals verirrt sich auch dieses gemütliche Beisammensein in das World Wide Web – mit Erfolg. Onlinespiele sind so erfolgreich wie nie zuvor. Zwar präferieren die meisten deutschen Spieler kostenlose Angebote, doch mittlerweile sind etwa 21 % der Online-Spieler auch bereit, für den Spielspaß im Internet Geld auszugeben. Bei den Möglichkeiten heute ist das aber auch keine wirkliche Überraschung mehr.

Das sogenannte MMORPG hat es bereits Ende des letzten Jahrtausends möglich gemacht, dass Tausende und Millionen Spieler auf der ganzen Welt zeitgleich in einer Online-Welt versinken – sei es als General aus dem Zweiten Weltkrieg oder als Science-Fiction-Avatar mit Laserschwert – um dann dort aufeinanderzutreffen. Denn tatsächlich gleichen die heutigen virtuellen Räume der Online-Rollenspiele eher ganzen Welten mit völlig komplexem Aufbau. Schach oder "Vier gewinnt" werden heute im seltensten Fall im Internet aufgesucht.

Onlinegames wie Bubbles feiern einen enormen Erfolg, entsprechend gibt es unzählige Anbieter im World Wide Web, wobei die kostenfreien Angebote immer noch überwiegen. Voraussetzung für die Teilhabe am Online-Spielspaß ist in den meisten Fällen ein Account, von dem aus dann das Spiel seine Wege nimmt. Doch nicht nur Gameplay zum Zeitvertreib oder Spielspaß ist gefragt. So gibt es heute auch zahlreiche Wirtschaftssimulationen im Internet, in denen es gilt, ein Wirtschaftsimperium mitsamt Infrastruktur und Industrie aufzubauen. Und jeder, der davon träumt, einmal Bauer der eigenen Farm zu sein, hat ebenfalls die Möglichkeit, Gemüse auf seinen virtuellen Feldern anzupflanzen, zu ernten und schließlich zu verkaufen. Weiterhin kann man heute sogar online kochen – man eröffnet ganz nach realem Vorbild ein Restaurant in Paris und muss sich einen Namen machen, Rezepte sammeln und Aufträge meistern. Wie gesagt: Die Welt ist (ins Internet) verrückt.