Cooldino

Standbohrmaschine

Was der Tochter der Sattel und das Reiten ist dem Gatten seine Werkstatt in der Garage. Die ist sein zweiter Wohnsitz, sein Refugium, seine Rückzugsmöglichkeit, sein Partykeller und sein eigenes Zimmer. Soll er haben, ich bin da ganz großzügig, und von Zeit zu Zeit schleppt er ja aus eben dieser Werkstatt auch ganz sinnvolle Dinge. Zumindest kommt er überwiegend besser gelaunt raus als er hinein geht. Jeder hat da so seine Therapie, ich beispielsweise zeihe mich in dringenden Fällen in meine Leseecke im Wintergarten zurück. Am liebsten mit einem guten Tee und einem besonders dicken Buch, und die Welt weiß Bescheid – Bitte nicht ansprechen.
Jetzt hat der Gatte  einen Wunsch geäußert für die weitere Ausstattung seiner heiligen Werkstatt. Ein Standbohrmaschine muss her. Fest installiert in die Werkstatt, sozusagen unsuchbar. Die Bohrmaschine ist mal hier und mal da, das macht ihn ohnehin rasend. Daher – Standbohrmaschine! Fest an einem Platz und immer da und niemals weg.
Er stürzt sich in Broschüren und Prospekte und ist erschlagen, wie viele unterschiedliche Modelle es gibt, und worauf man so alles achten  kann und muss. Günstige Modelle gibt es bei den Discountern im Angebot, wenn die gerade mal wieder Werkzeug Wochen haben. Aber braucht der Freizeit Handwerker überhaupt wirklich eine Standbohrmaschine? Für die professionellen Geräte kann man wirklich richtig viel Geld ausgeben. Des Gatten Wille ist sein Himmelreich. Ergeben trabe ich mit ihm zum nächsten Baumarkt und lasse mich über die Vor- und Nachteile einer solchen Maschine aufklären.  Welche Einsatzmöglichkeiten! Die Augen des Gatten leuchten.