Lauflernwagen
Nach dem Krabbelalter kommen Kinder in das Alter, wo es um das laufen lernen geht.
Lauflernwagen können hier eine gute Unterstützung sein. Für die ersten Gehversuche sollte aber schon noch die Methode angewandt werden, dass eine Person das Kind hält und eine zweite Person die Arme ausstreckt, so dass das Kind erkennen kann, dass es sich in diese Richtung bewegen soll. Damit dabei kein Unfall passiert, sollte Anfangs die Entfernung dieser beiden Personen voneinander sehr kurz gehalten sein, damit jede dieser beiden Personen das Baby vor einem Sturz bewahren können. Die Entfernung kann dann gesteigert werden, wenn das Baby das Ziel ohne fremde Hilfe erreicht. Ab diesem Alter kann auch ein Lauflernwagen eingesetzt werden, in den sich dann ein Baby hineinsetzen kann, wenn es müde geworden ist. Oder noch eine Möglichkeit eines Lauflernwagens ist ein sogenannter Rutscher. Manche dieser Rutscher haben auch eine Möglichkeit, wo sich Kinder anhalten können und diesen Rutscher einfach vor sich herschieben. Zur Unfallverhütung sollten jedoch einige zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Eine davon ist, alle Stiegenabgänge mit einer Kindersicherung zu versehen, damit das Baby nicht mit seinem
Lauflernwagen über die Treppen stürzen kann. Dies ist übrigens eine der häufigsten und schlimmsten Unfallursachen, mit denen dann die Ärzte in den Spitälern zu kämpfen haben. Babys können in den Lauflernwagen, in die sie sich auch hineinsetzen können, für ihre Verhältnisse ziemlich hohe Geschwindigkeiten erreichen und so können bereits kleine Erhöhungen zu Hindernissen werden, die dann wiederum in einem Unfall enden können. Ein Beispiel dazu wäre ein Türstaffel, der einen Raum von einem anderen trennt. Auch für diese Fälle gibt es sogenannte Türschutzgitter, die zwischen den beiden Türzargen eingeklemmt werden und somit einen ungewollten Stopp am Türstaffel verhindern können. All diese Möglichkeiten, also die „herkömmliche“ Methode, oder die Unterstützung mit einem Lauflernwagen führen sicher an das Ziel, dann keine der genannten Möglichkeiten mehr zu benötigen, weil das Kind bereits ohne fremde Hilfe laufen können wird. Damit ist die größte Hürde geschafft und das Baby hat es gelernt, mobil zu sein.
Christoph Grill