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Plexiglas: Einsatzgebiete

Plexiglas, auch als PMMA oder Acrylglas bekannt, ist ein synthetischer Kunststoff, der in vielen Produktbereichen eingesetzt wird. Das bekannte Acrylglas wurde bereits vor 80 Jahren entwickelt und kann heute in großen Herstellungsmengen produziert werden. Plexiglas ist leichter und splitterfreier als herkömmliches Glas und wird daher meist als Glas-Ersatz verwendet. Das flexible Material zeigt sich dabei aber deutlich anfälliger gegenüber Kratzern und sollte immer sorgsam gereinigt werden. Schon beim Staubwischen kann sich Plexiglas feine Kratzer und Unebenheiten auf der Oberfläche zuziehen.

Aus Plexiglas werden Brillengläser und Linsen hergestellt. Der vielseitige Kunststoff findet zudem Verwendung bei der Herstellung von Verglasungen, Sanitäranlagen und Lampen. In der Zahnmedizin wird PMMA insbesondere bei der Herstellung von Prothesen verwendet. Durch Zugabe von Metallsalzen erhält Plexiglas hier seine typische, rosa Farbe, die dem natürlichen Zahnfleisch entspricht.

Plexiglas ist auch in der Kfz-Herstellung anzutreffen: PMMA dient hier zur Herstellung von Rückleuchten und Blinkern. In der Lichttechnik und Werbung wird PMMA für Lampenschirme und die Abdeckung von Reklameleuchten verwendet. Auch zahlreiche Haushaltsartikel wie Löffel und Behälter bestehen aus Plexiglas. Bei der Herstellung von Textilien bildet PMMA hingegen einen Bestandteil des künstlichen Stoffes Polyacryl. Auch Gartendächer für Wintergärten und Überdachungen werden aus PMMA hergestellt. In der Kunst findet Plexiglas Verwendung als Werkstoff und Träger für Bilder. Plexiglas dient hier als Ersatz für herkömmliches Glas in Bilderrahmen und ermöglicht Spezialanfertigungen in Wunschgrößen und großen Formaten. Bei großformatigen Bildern ist Glas meist zu schwer und wird daher durch Plexiglas ersetzt. Acryl bietet hier zudem den Vorteil, beim Herunterfallen nicht sofort zu zersplittern.