Alle Jahre wieder – am 1. April wird gescherzt
- keine Bewertung
- 08.04.2010
- 530 Hits
- Fehler melden
- Weiterempfehlen
Aprilscherze – jeder von uns hat wohl schon mal einen gemacht oder ist auf einen hereingefallen. Am 1. April nimmt man es mit der Wahrheit nicht ganz so genau, denn "jemanden in den April schicken" bedeutet, ihn mit erfundenen oder verfälschten Geschichten reinzulegen. Da kann es dann in der Presse schon mal Schlagzeilen wie "Blauhelm-Truppen in der Schweiz – Minarett-Bauverbot völkerrechtswidrig", "Lieber nackt als im Pelz, Guido Westerwelle zieht sich für Tierrechtsorganisation Peta aus" oder "Die Uni München erwägt, Lady Gaga als Dozentin zu berufen". Wird der Schwindel dann schließlich aufgelöst, sagt man "April, April".
Nicht nur in Deutschland, auch in anderen europäischen Ländern hat der Aprilscherz eine lange Tradition. Aber wie kam es dazu, dass unsere Vorfahren einst damit begannen, sich in den April zu schicken? Dazu gibt es leider keine gesicherten Erkenntnisse, aber durchaus einige Vermutungen: Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 wollte man das Münzwesen regeln, indem ein Münztag eingeführt werden sollte. Als dies dann am 1. April doch nicht geschah, verloren viele Spekulanten ihr Geld und wurden deshalb ausgelacht.
Eine weitere Vermutung ist, dass die Gattin des französischen Königs Heinrich IV. einen Brief an diesen schrieb, in dem sie sich als 16-jähriges Mädchen ausgab und um ein heimliches Rendezvous mit dem König am 1. April bat. Als Heinrich tatsächlich erschien, wartete bereits der gesamte Hofstaat auf ihn und seine Gemahlin begrüßte ihn zum "Narrenball".
Schließlich könnte der Brauch auch damit zu tun haben, dass der 1. April als Geburts- oder Todestag des Judas Ischariot gilt, der Jesus verraten hat und außerdem soll es angeblich der Tag des Einzugs von Luzifer in die Hölle gewesen sein – ein Tag also, an dem man sich besonders vorzusehen hat.
Weitere lustige Nachrichten und witzige Videos gibt es hier.






