Cooldino

Wie der Halter, so der Hund...

Wenn man einen unglücklichen Hund sieht, schaut man sofort auf seinen Halter und stellt sich die Fragen: Wo liegt die Ursache? Was fehlt in der Beziehung zwischen den Beiden?

 

Der Hund ist kein Spielzeug, kein Möbel oder irgendein Gegenstand, mit dem wir nur dann spielen, wenn wir Lust haben und ihn verlassen, wenn er uns nicht mehr interessiert. Man darf nicht vergessen, dass Tiere auch Lebewesen sind, die Gefühle haben. Sie denken, merken, lernen und sind im Stande aus unterschiedlichen Situationen ein Fazit zu ziehen. Deshalb ist es wichtig, dem Haustier vom Anfang an entsprechende Bedingungen anzubieten, und dazu gehören nicht nur Schlafplatz und Napf, sondern auch gemütliche Atmosphäre und freundliche Umgangsformen. Das ist für die richtige psychische und physische Entwicklung des Hundes notwendig.

Die Mehrheit der Hunde kommt zur Welt mit einer ausgeglichenen Psyche. Ihr Verstand ist wie ein weißes Blatt Papier, auf dem mit der Zeit immer neue Notizen über die Umgebung erscheinen.

Wenn wir das Tier in unsere Familie nehmen, werden wir für sein weiteres Leben verantwortlich. Es soll jetzt von uns lernen. Problematisch ist, wenn wir versuchen den Hund wie einen Menschen zu betrachten. Dann geben wir ihm das, was aus unserer menschlicher Sicht notwendig zu sein scheint. Davon spricht die Theorie über das unbewusste Verstärken der Probleme des Hundes. Zum Beispiel, wenn man den Hund streichelt, nachdem ihn ein Lärm hinter dem Fenster erschreckt hat. Auf diese Art und Weise wird der Hund für seine Angst gelobt. Die Ursache dieses Fehlers ist sehr harmlos – Menschen machen das einfach aus der Liebe zum Haustier, weil sie sich Sorgen machen, wenn der Hund traurig ist. Diese Theorie kritisiert natürlich nicht die Liebe zu Tieren, sie betont nur, dass man auf diese Art und Weise die Ängste des Hundes verstärkt. Wir dürfen aber den Hund nicht vernachlässigen und wie einen Gefangenen betrachten, im Käfig oder an einer Kette halten, wobei er keine Freiheit hat.

Fehler im Verständnis für die tierische Natur und falsches Betrachten können das psychische Gleichgewicht des Hundes stören und viele Probleme verursachen. Auch physische Faktoren und falsche Ernährung können schlechte Folgen haben. Die häufigsten Probleme sind:

-       Aggression (verschiedener Art)

-       Hyperaktivität

-       Obsessionen

-       Phobien

-       Mangel an Selbstsicherheit

-       Trennungsängste

-       Depression

Eine Hilfe für einen Hund, der unter den oben genannten Störungen leidet, ist die Verhaltenstherapie, die abhängig vom konkreten Fall verläuft.