Das wichtige Utensil Joggingschuh
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- 07.05.2010
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Ansich brauchen Läufer nicht viel, damit sie ihren Sport ausüben können. Sie brauchen ein Paar geeignete Schuhe und eine schöne Strecke, die sie gerne laufen. Wenn sie dann noch einen Arzt haben, der ihnen sagt, dass ihre Knie und Sprunggelenke in Ordnung sind, können sie loslegen.
Heutzutage werden sie überflutet von Ausstattungsmerkmalen wie Crash-Pad, Torsion-System, Biomorphic-Konzept oder Heel-Clutching-System. Doch was steckt hinter dieser Ausstattung? Sind es wirklich wichtige Innovationen, die den Fuß schützen? Oder handelt es sich primär um Marketing-Begriffe, die so leer sind, wie die Köpfe der Verbraucher, die damit konfrontiert werden?
Das Marketing der Jogging-Schuhe suggeriert, dass die meisten Verletzungen, die landläufig mit Sport oder mit dem Joggen in Verbindung gebracht werden, durch die Wahl des richtigen Schuhs vermieden werden können. Dass dem nicht so ist, zeigen zahlreiche Studien namhafter Wissenschaftler. Übereinstimmend sehen sie die größte Verletzungsgefahr ausgehend von überambitionierten Hobbyläufern, die sich einfach übernehmen. Heutzutage laufen andere Leute als früher. Sie sind in einem weniger guten körperlichen Zustand, wenn sie zu laufen beginnen, so der Tenor der Mediziner.
Da ist das Gefahrenpotential wesentlich größer. Die Marketing-Maschinerie der Sportartikelhersteller sieht das natürlich anders. Der Turnschuh von heute beugt Verletzungen vor. Wenn es trotzdem zu Problemen kommt, ist der Kunde selbst schuld. Dann wird er den falschen Schuh gekauft haben. Diese Haltung entlastet allerdings den Läufer moralisch auch. Er muss sich nicht fragen, ob er vielleicht einfach nicht gut genug vorbereitet war oder sich übernommen hat. Nein. Der Sportschuh hat Schuld. Versuche haben ergeben, dass Sportler ihren Laufstil verändern, wenn sie von der Qualität ihres Schuhwerks überzeugt sind. Sie fordern diejenigen Merkmale besonders heraus, die der Schuh laut Marketing extrem gut schützt. Dabei kommt es oft zu Verletzungen.






