Cooldino

Schädigt Fastfood die Umwelt?

Unsere heutige Informationsgesellschaft hat den Schwerpunkt der Erwerbstätigen Menschen schon vor vielen Jahrzehnten von den ersten beiden Wirtschaftssektoren in den Tertiärsektor verlegt. Das bedeutet, dass Industrie- und Agrarprodukte überwiegend in der, von Maschinen dominierenden, Massenproduktion hergestellt werden, oder direkt durch Import aus anderen Ländern zu uns gelangen.


Über 71% der berufsfähigen Bürger in Deutschland sind dabei im dritten Wirtschaftszweig tätig, weswegen Deutschland auch überwiegend aus einer Dienstleistungsgesellschaft besteht. Dieser Wandel bedeutet aber auch, dass Angestellte nicht mehr so Regionalverbunden sind. So müssen die meisten stets mobil sein und viel reisen, während beispielsweise der Industriearbeiter im 19ten Jahrhundert tagtäglich in das gleiche Werk ging.


Vielen bleibt nichts anderes übrig, als ihren Energiehaushalt des Körpers mit Fastfood zu decken – wieso auch nicht? Unzählige Fastfood Restaurant Gutscheine halten den Preis so niedrig wie nur möglich. Die Eigenschaften von schnell zubereiteten und günstigen Mahlzeiten definieren dabei das Fastfood. Im Normalfall wird dabei das Essen mitgenommen oder einfach unterwegs verspeist. Um dies zu gewährleisten muss jedes einzelne Objekt verpackt werden und auch Einwegbesteck darf natürlich nicht fehlen. Resultierend entsteht eine Menge Abfall pro Kopf, der verschiedenste Folien und Kunstoffe enthält, die von der Natur nur schwer zersetzt werden können. Wird der Müll also einfach in die Umwelt geworfen, besteht die Möglichkeit, dass dieser dort noch nach vielen Jahren liegt und die Vegetation nachhaltig schädigt.


Allerdings besteht das Problem nicht nur bei Menüs zum mitnehmen. Auch das vor Ort konsumierte Essen wird meistens mit genauso vielen Schichten verpackt und ist damit nicht unbedingt umweltfreundlicher. Da Papier einfach weggeschmissen werden kann, werden sogar die Tabletts damit ausgelegt, sodass nichts abgespült werden muss.


Besonders kleinere Imbissketten und Restaurants in Berlin, bieten bei Verzehr vor Ort immer wiederverwendbares Geschirr an. Bei Konsum außerhalb des Hauses werden die Mahlzeiten dagegen oft in viele Lagen Aluminium Folie verpackt. So ist es ratsam, sich in solchen Restaurants die Zeit zu nehmen und im Lokal zu essen. Möchte man es dennoch mitnehmen, so sollte man auf die Alufolie verzichten, solange es nach dem Kauf zügig konsumiert wird.  

 

Jedoch hält die Situation in Deutschland noch in Grenzen. Andere Länder, die keine strengen Umwelt- und Recyclingauflagen besitzen, haben wesentlich größere Probleme mit der Müllbeseitigung. Vor allem in Großstädten sind die Straßen mit den Verpackungen der großen Ketten gepflastert. Das ist nicht nur ein unschöner Anblick, sondern lockt auch noch zahlreichte Tiere an, die Krankheitserreger übertragen.

 

Die Kontroverse mit Fastfood geht also weit über die wenigen Pfunde, die der eine oder andere drauf hat, hinaus und entpuppt sich als globales Umweltproblem. Allerdings sind hier nicht zwangsweise die großen Fastfoodketten der Knotenpunkt. Es muss sich auch im Denken der Konsumenten etwas ändern. Schließlich sind die Verpackungen für die meisten bequem, einfach und nach dem Wurf in den Abfall nicht mehr ihr Problem. Wenn mehr Personen bereit sind, sich 15 Minuten Zeit zum Essen zu nehmen, können mehr Restaurants wieder auf wiederverwendbares Geschirr umstellen und so dieser Wegwerfpolitik ein Ende setzen.