Schokolade auf Rezept
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- 11.06.2010
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Josef Zotter kommt aus Bergl in der österreichischen Oststeiermark. Er wächst in einer Bauernfamilie auf, in der jeden Tag hart gearbeitet wird. Diese Welt ist für ihn sehr eintönig. Daher hatte er immer Sehnsucht nach der "Welt da draussen". Nach einer Ausbildung als Koch in Söchau zog er auf den Arlberg ins luxuriöse Hotel St. Antoner Hof. Hier hatte er die Möglichkeit, die Arbeit für internationale Gäste kennen zu lernen. In seiner zweiten Saison am Arlberg wird er über Nacht zum Küchenchef. Der ehemalige Chef, laut Zotter, "schmiss im wahrsten Sinne des Wortes das Hangerl" (S.40). Ab diesem Zeitpunkt ging er selten zur Disco. Er zog sich mit Kochbüchern zurück und entwickelte Menüpläne für den nächsten Tag. Joseph Zotter betont, dass sich seine Kreativität zu dieser Zeit entwickelt hat (S.40) weil "ich selbst gestalten konnte" unterstreicht er. Am 4. Juli 1987 heiratete er Uli und entschloss sich in Graz, ohne Jungunternehmerförderung ein Kaffehaus zu öffnen. Das Kaffehaus bot u.a. Exklusivitäten wie Sacher Torte mit Chili und Ingwer (S. 93). Zotter war, nach eigenen Angaben sehr kreativ. Diese Kreativität begegnete einer sehr konservative Klientel, die eher die klassische Mehlspeiseküche bevorzugte. "Der ist nicht ganz dicht" sagten viele zu seinen Kreationen. Er blieb mutig und entschied sich für diesen Weg ... und das war der Beginn der Erfolgsgeschichte des erfolgreichen Chocolatier Österreichs.
Ein süßes Buch von einem Schokoladen Kenner. Josef Zotter ist ein Quereinsteiger in der Chocolaterie, der die Schokoladenwelt neu definiert hat. Er ist einer der ganz wenigen Schokoladenmacher, der den ganzen Weg der Schokoladenproduktion, von der Kakaoplantage bis zur Erzeugung der Schokolade kennt.






