Kulinarische Entdeckungen auf Klassenfahrt
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- 06.07.2010
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Klassenfahrt, das muss nicht immer nur eine Busfahrt zur nächstgelegenen Jugendherberge sein, Deutschland bietet viele schöne Flecken zum Entspannen und um den Schulalltag für einige Tage zu vergessen. Natürlich darf dabei auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen und dass es nicht immer nur Kantinenessen sein muss, zeigt unsere kulinarische Rundreise:
Man sagt Fisch muss frisch gegessen werden, am besten direkt wo er gefangen wird, etwa an der Nordsee oder der Ostsee. Auf einer Klassenfahrt nach Hamburg kann der Fischmarkt in Hamburger-Altona sein ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art sein. Doch wer was erleben will muss hier früh aufstehen! Die Händler offerieren lautstark und immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen ihre Fischbrötchen, Schollen, Rollmops oder auch die berühmte Hamburger Aalsuppe an und laden zum Probieren ein.
An der Ostsee genießt man Kieler Sprotten und Holsteiner Muschelsuppe, Greifswalder Aal in Aspik oder Bismarkhering. Diese norddeutsche Spezialität wurde 1871 in Stralsund von Johann Christian Friedrich Wichmann, dem Inhaber einer örtlichen Konservenfabrik, erfunden. In den einschlägigen Musseen erfährt der interessierte Besucher und Fischverkoster alles Wichtige über Fischfang und Verarbeitung damals und heute. Das Ozeaneum in Stralsund und das Sea-Life-Center am Timmendorfer Strand bieten nachempfundene Küstengewässer und allerhand Wissenswertes über den Fisch, den man vielleicht selbst gerade erst gegessen hat.
Größter Beliebtheit erfreuen sich seit Jahren natürlich Klassenfahrten nach Berlin - die Budeshauptstadt. Berlin wartet mit Entdeckungs- und Erlebnismöglichkeiten ohne Ende auf. Naturkundemuseum, Zoo oder Tierpark, Mauermuseum, Regierungsviertel und Reichstag, Synagoge oder Fernsehturm. Die vielen Impressionen machen hungrig und was gibt es da besseres als eine Boulette oder eine echte Berliner Currywurst. Letztere soll am 4. September 1949 erstmals von Herta Heuwer an ihrem Imbissstand im Stadtteil Charlottenburg serviert worden sein. Dir Ur-Curywurst war eine Brühwurst mit einer Sauce aus Tomatenmark, Currypulver, Worcestersauße sowie weiteren Zutaten.
Geschichte, Kunst, Barock und Genuss gibt es in Dresden zu erleben. Nach Semperoper, Gemäldegalerie, Frauenkirche, und Grünem Gewölbe braucht jeder eine Pause - und etwas Leckeres zu Essen. Seit dem Jahr 1450 gehört dazu in der Weihnachtszeit natürlich der Dresdner Christstollen. In der Schaubäckerei auf dem Dresdner Striezelmarkt kann man alljährlich seine Herstellung beobachten oder bei einer Führung durch die Bäckerei Dr. Quendt, wo im Übrigen die Dominosteine erfunden wurden. Doch auch im Sommer gibt es Süße Leckereien, dann lässt man sich im Café ein Stück Dresdner Eierschecke schmecken. Bei einer Wanderung durch die Weinberge vor den Toren Dresdens erfahren Wanderer interessante alles über den sächsischen Weinanbau. Das Weingutmuseum in der Hofloßnitz in Radebeul oder das erste Erlebnisweingutes in Europa - Staatsweingut Schloss Wackerbarth, sollten in keinem Reiseplan für Dresden fehlen. Süße Souvenirs kann man schließlich in der Schokoladenmanufaktur Dresden in Form seiner eigenen Pralinen herstellen.





