Cooldino

Neue Kreativität an den Schmuckständern

Dieser Wechsel sorgte in der Welt der Mode für gewaltiges Aufsehen. Die französische Stardesignerin Camille Miceli wird von Louis Vuitton zu Dior wechseln. Im Prinzip nichts Schlimmes und nichts Aufsehen erregendes, wäre da nicht die neue Aufgabe der Schmuckdesignerin von Weltrang. Miceli soll die erste „Costume Jewellery“ - Collection für Dior überhaupt entwerfen und so die Schmuckständer der normalverdienenden Frau mit Modeschmuck aus edlem Haus füllen. Eigentlich hatte die neue Wunderfrau in der PR-Branche von Chanel begonnen und im Jahr 2004 bereits mit kleinen Kreolen mit Monogramm ambitionierten Modeschmuck entworfen und die Ohrringständer vieler Frauen erobert. Für diese Kompetenz wurde Camille Miceli von ihrem ehemaligen Mentor Marc Jacobs abgeworben. Für Dior hat sie bereits 130 Schmuckstücke für eine Pre-Fall-Kollektion entworfen. Die Schmuckstücke sollen ab Anfang Juli  die Ohrringständer und Schmuckständer der Dior-Boutiquen zieren und dort für erschwingliche Preise erhältlich sein.

 

 

Neues Betätigungsfeld

 Modeschmuckständer mit Haute Joaillerie ist nicht nur eine ungewöhnliche, sondern eine außergewöhnliche Kampagne. Das Engagement des Weltlabels im Bereich Schmuck als Fashionstatement ist durchaus logisch. Der Markt im Bereich der Taschen ist inzwischen ausgereizt und im Bereich der Schuhe waren Labels wie Dior in den letzten Jahren sehr aktiv und kreativ geworden. So machten Designerikonen wie Jimmy Choo und Giuseppe Zanott einst High Heels zu Kultobjekten und Jungdesigner wie Charlotte Dellal setzen heute die Trends. Die Orientierung auf Statement Schmuck ist deshalb nur logisch. Darum versuchen jetzt alle Modelabels von Rang und Namen die Oberhand über die Ohrringständer der Welt zu erobern.

 

Komplettierung des Looks

Auf den Laufstegen der Welt besitzen Ohrringe mit Federn oder Armbänder längst einen festen Platz als Komplettierung des Looks. So hat die Vogue bereits eine Rubrik für die kleinen Accessoires eingerichtet. Doch Modeschmuck ist keine neue Erfindung. Seit den 80ziger Jahren füllen Ladenketten wie Bijou Brigitte die Schmuckständer vieler Frauen und ruinieren andererseits den Begriff des „Modeschmucks“. Für viele Menschen steht der Begriff für billige Imitate und Kitsch am Ohrringständer. Dior und andere Edellabel verstehen unter Costume Jewellery eher die Mischung aus Gold und Silber mit Schmucksteinen, Acryl und anderen Materialien. Egal ob billig oder teuer, Modeschmuck fehlt auf keinem Schmuckständer mehr. So hat der Online-Fashion-Händler Net-a-porter sein Schmucksortiment im letzten Jahr verdoppelt. In der Fashionwelt gilt inzwischen die Formel: Je schlichter das Kleid, desto mehr Accessoires werden vom Ohrringständer und Schmuckständer genommen. Mit dem richtigen Schmuck wird jeder Look perfekt abgerundet.