Bedeutungswandel
- keine Bewertung
- 25.08.2010
- 144 Hits
- Fehler melden
- Weiterempfehlen
Heute sind sie eher zu Oasen der Entspannung mutiert, und die Früchte des Gartens sind angenehmes Beiwerk. Natürlich ist es immer noch ein besonderer Genuss, selbst Angebautes und Geerntetes zu verzehren, aber die Mühe, die Gartenerträge für das Jahr zu konservieren, machen sich nur noch wenige. Es ist ja auch nicht mehr notwendig, da das ganze Jahr über genügend Obst und Gemüse im Handel erhältlich ist. Also wird das, was der Garten abwirft, überwiegend frisch genossen und an Freunde oder Bekannte verschenkt.
Marmelade kochen, Saft herstellen oder die Früchte einfach einkochen, ist ja doch mit einigem Aufwand verbunden, für das Hobbygärtner meistens auch nur wenig Zeit haben, besonders wenn sie beruflich und familiär noch stark eingebunden sind. Für die ältere Generation ist es dann eher eine lieb gewonnene Gewohnheit, an der sie einfach festhält. Viele erinnern sich auch gern an die eigene Kindheit, als man im Garten der Eltern oder Großeltern sein Spielparadies hatte, eine Höhle im Gebüsch oder das Baumhaus auf dem Kirsch- oder Apfelbaum. Mit Begeisterung wurde bei der Kirsch-, Pflaumen- und Apfelernte geholfen und frisch vom Baum weggenascht, was der Magen fasste. Besonders Kirschkerne wurden dann versucht, so weit wie möglich wegzuspucken.
Dabei konnte schon mal vorkommen, dass die Kirschkerne die Katze trafen oder einen Vogel aufscheuchten. Ein besonderer Genuss waren natürlich auch immer die frisch gebackenen Obstkuchen oder das aus den erntefrischen Früchten gezauberte Kompott. Der Geschmack von geschmorten Äpfeln oder Birnen mit Vanillesoße hat viele in der Kindheit geprägt und begleitet sie ihr ganzes Leben lang, wenn es um kulinarische Genüsse geht.






