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Aufbau und Pflege des menschlichen Haares

Wir waschen, schneiden, föhnen, kämmen und stylen unser Haar, kreieren immer neue Frisuren und gestalten damit einen Teil von uns. Doch wie das Haar eigentlich aufgebaut ist und wie unsere Haare funktionieren, wissen die wenigsten:

Ein einzelnes menschliches Haar ist im Durchschnitt 0,07 bis 0,08 mm dick und wächst zwischen 1 und 1,5 cm pro Monat.
Trotz seiner geringen Dicke besteht es aus drei einzelnen Schichten, nämlich der Schuppenschicht, der Faserschicht und dem Markkanal.
Die Schuppenschicht schützt das Haar, indem kleine flache Zellen sich dicht an das Haar legen und gleichzeitig für den natürlichen Glanz des Haares sorgen. Während der Markkanal, der ganz im inneren des Haares liegt und mit einer flexiblen Masse gefüllt ist, wenig Einfluss auf das Aussehen und die Struktur des Haars hat, ist die Faserschicht umso wichtiger, da sich dort die wichtigen chemischen Prozesse abspielen. Sie besteht aus kleinen Keratinfasern, auf denen z.B. die Reißfestigkeit der Haare beruht. Werden sie angegriffen, wird das Haar spröde und sieht schnell ungesund aus.

Den entsprechenden Halt finden die Haare in der Kopfhaut. Die Follikel, das sind Einstülpungen in tieferen Hautschichten, umgeben die Haarwurzeln, die dort mit einem dickeren Ende, der Haarzwiebel, verankert sind. Die Haare haben sogar eigene Muskeln, die Haarbalgmuskeln. Sie werden, weil sie zum Beispiel bei Gänsehaut aktiv werden, die Haaraufstellermuskeln genannt.

Dort unten an den Haarwurzeln liegt auch der Grund für erblich bedingte Glatzenbildung: Über die feinen Blutgefäße, die das Haar mit Nährstoffen versorgen gelangt auch der Stoff Dihydrotestosteron an die Wurzeln und greift sie an. Es ist ein Restprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron, was auch der Grund ist, warum praktisch ausschließlich Männer betroffen sind. Das heißt jedoch nicht, dass Haarlose besonders männlich sind: Normalerweise wird der aggressive Stoff von Enzymen weiter aufgespalten und damit unschädlich gemacht. Durch ein verändertes Gen im Erbgut wird die Bildung dieses Enzyms jedoch abgeschaltet, was auch der Grund für die Erblichkeit der Glatzenbildung ist. Dieser Vorgang ist jedoch nur einer von vielen, die zu einer Glatze führen.
Um möglichst lange gesundes und volles Haar zu haben, lohnt es sich also, es so gut wie möglich zu schützen und zu pflegen. Das heißt man sollte auf silikonhaltige Shampoos und Spülungen verzichten und nur hochwertige Stylinggeräte, z.B. ein Glätteisen, einen Lockenstab oder einen Föhn, einsetzen. Besonders empfehlenswert ist beispielsweise der GHD Salon Styler. Noch mehr Tipps zum richtigen Umgang mit dem eigenen Haar finden sich hier: Tipps zur optimalen Haarpflege.