Cooldino

Trimellitsäureanhydrid

Trimellitsäureanhydrid (TMA) gehört zur Gruppe der Dicarbonsäuren und wird durch die Oxidation von 1,2,4-Trimethylbenzol erzeugt. Trimellitsäureanhydrid muss entsprechend vorsichtig gehandhabt werden, da es stark ätzend ist. Es wird auch Benzol-1,2,4-Tricarbonsäure-1,2-anhydrid oder auch Trimellithsäureanhydrid genannt. Verwendung findet die Chemikalie in der Polyester- und Polyamidharzherstellung, aber auch als Rohstoff für PVC-Weichmacher, Härter für Epoxydharze, wasserlösliche Alkyd- und Amino-Alkydharze. Es handelt sich um ein farbloses Pulver oder farblose Kristalle, beide sind Brennbar. Fein in der Luft verteilt kann es zu Staubexplosionen kommen. Bei einer Verwirbelung mit anderen trockenen Substanzen kann es zu elektrischen Aufladungen kommen. Heftige Reaktion mit anderen Oxidationsmitteln. Reaktion mit Wasser nur langsam, es entsteht Trimellitsäure.

Trimellitsäureanhydrid kann eingeatmet werden oder getrunken werden. Dabei reizt es die Haut, die Augen und die Atemwege. Ab 20°C kann es zu einer gefährlichen Reaktion mit der Luft kommen. Nach der direkten Einnahme(trinke) kommt es zu Schwindel, Husten, keuchendem Atem und Schüttelfrost. Dieser Stoff kann sogar einen Asthmaanfall auslösen. Alle Reaktionen können auch nach einer Zeitspanne von Stunden auftreten. Auch sind Schädigungen des Blutes möglich(Anämie).

Weichmacher im PVC sind in der Industrie sehr beliebt. Trimellitsäureanhydrid wirkt bei der Herstellung als Rohstoff. Weichmacher werden zum Beispiel in der medizinischen chemischen Industrieherstellung von Kapseln verwendet. In der Kapsel ist dann der Wirkstoff vorhanden. Die Weichmacher sind dazu da um der Kapsel eine schnellere Auflösung zu ermöglichen im Magen.
Trimellitsäureanhydrid wird aber auch als Härter eingesetzt. Härter sind dazu da um zum Beispiel 2 Komponenten wie Spachtel und Härter zusammenzumischen. Diese Spachtel und härter werden zum Beispiel in der Automobilindustrie oder im Leichtschiffbau eingesetzt.