Ist Dänemark wirklich so verdammt teuer?
Wenn man einmal überlegt, ob es wirklich so teuer ist, in Dänemark Urlaub zu machen, so braucht man eigentlich keine Gedanken auf diese Überlegung zu verschwenden, sondern kann diese Aussage einfach nur bestätigen. Gerne würde man vielleicht als Dänemark-Fan versuchen es so hinzudrehen, dass man eher sagt, „So teuer ist es gar nicht, wenn man sparsam mit seinem Urlaubsgeld umgeht“ oder „Andere Länder sind doch auch teuer“ – all diese ausweichenden Antworten muss man schlicht und einfach durch „ Ja, Dänemark ist teuer“ ersetzen. Man muss aber zugeben, dass sich ein gewissenhaftes Ausgeben des Urlaubsgeldes durchaus bemerkbar macht. Die typischen Dänemark-Urlauber mieten sich Ferienhäuser nah am Strand, an einem See oder versteckt in den Dünen gelegen. Wenn viele verschiedene Familien sich an der Miete des Hauses beteiligen und an der Endreinigung spart, sich die Verpflegung aus dem günstigeren Deutschland mitbringt und die Einkäufe im teuren Ferienhausgebiet gering hält, ist der Urlaub gar nicht so kostenaufwendig, wie man immer denkt. Man sollte besonders im Hinterkopf halten, dass die Produkte, die man vor Ort kaufen kann, extrem überteuert sind, denn die Urlauber sind schließlich auf sie angewiesen und deshalb werden die Preise unanständig in die Höhe getrieben. Aber natürlich sind die Kosten auch immer davon abhängig, was für einen Urlaub man verbringen möchte. Bewegt man sich ausschließlich innerhalb der Ferienhaus-Käseglocke, so kann man sehr viel Geld sparen, wenn man nicht jeden Tag für die ganze Rasselbande ein teures Softeis spendiert. Ist man aktiv im Sport kann man sich natürlich seine eigenen Fahrräder mitnehmen und muss keine vor Ort ausleihen. Das gleiche ist über das Golfen oder Angeln zu sagen, bringt man seine eigenen Schläger und Ruten mit, so spart man auf jeden Fall die Kosten für das teure Ausleihen der Ausstattung. Kehrt man aber den Ferienhausgebieten den Rücken zu, um Ausflüge zum Beispiel ins Kopenhagener Tivoli oder ins kinderfreundliche Legoland zu machen, türmen sich die Kosten sehr schnell auf. Dort kommt man natürlich an den Eintrittspreisen nicht vorbei, so sehr man es sich auch wünscht. Plant man City-Ausflüge nach Kopenhagen, Aalborg oder zum Beispiel auch Odense, so kann man zwar durch eine durchdachte Planung die Kosten gering halten, aber wenn man etwas besichtigen möchte, kommt schnell eine Summe zusammen. Möchte man innerhalb Dänemarks mit dem Bus oder der Bahn vorrankommen, so sollte man sich auf die sehr hohen Preise gefasst machen. Also auch wenn man es vehement versucht, man kann den Fakt, dass Dänemark einfach teuer ist, nicht abstreiten. Auf jeden Fall kann man immer versuchen zu sparen, aber wenn man beim täglichen Brötchenkauf schon ein halbes Vermögen los ist, überlegt man es sich schon zweimal, ob das den Genuss wert ist.
Aber es kommt natürlich auch immer auf die Perspektive an, aus der man die ganze Situation betrachtet, für Norweger ist es in Dänemark zum Beispiel spottbillig, jedoch gelten diese natürlich auch als reichste Nation überhaupt. Fördernd für den Umsatz der Dänen ist natürlich die gute alte Dänische Krone. Im Jahre 2000 hat das Volk des Königreiches nämlich die Übernahme des Euros abgelehnt und hat diese Entscheidung offensichtlich auch noch nicht bereut. Zwar können die Urlauber in den meisten Feriengebieten mit dem Euro zahlen, jedoch zu einem Wechselkurs, der ihnen nicht gerade zugutekommt; deshalb können Urlauber nur hoffen, dass durch eine vermeintlich baldige Umstellung zum Euro die Kosten des Jahresurlaubs etwas gesenkt werden.
Da sie über Jahre selber in ganz Dänemark in den Urlaub gefahren ist, weiß die junge Autorin Birte Luepkes, wie kostspielig so ein Aufenthalt sein kann. Wenn Sie noch andere Artikel lesen möchten, die sie verfasst hat, besuchen Sie bitte Ferienhäuser Dänemark und Ferienhäuser in Dänemark