Herrenschmuck – die Frage des Images
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- 15.08.2011
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Dass der Herrenschmuck schon immer eine besondere Bedeutung für die männliche Hälfte der Menschheit hatte, ist unbestritten. Auch unsere Vorfahren mochten ihre Stärke, Status und Vorlieben durch Schmuck auf den verschiedensten Körperteilen geltend machen: die Wikinger, die Barbaren, die Griechen, Römer, Ägypter, aber auch die Christen, Muslime, Heiden, Buddhisten und gar die Sonnenanbeter – der Herrenschmuck war seit je her in.
Wie auch immer und in welcher Form. Nur, warum lieben die großen und kleinen Jungs so den Schmuck? Gelten doch die alten Spielchen mit den Ringen, Ohrringen, Bändern, Armbänder, Ketten bzw. Halsketten usw. eigentlich als Frauenvorliebe.Der Schmuck, in welcher Form auch immer, ist a priori Frauensache. Das ist schon immer so gewesen. Oder wollen die Männer es schlicht nicht zugeben? Dabei sind die Männer mit (Herren)Schmuck immer wieder zu sehen, zu finden und zum Erstaunen, gerade was den Herrenschmuck betrifft, seien die Männer den Frauen definitiv eine ganze Nase vorn.
Man muss die Fantasie, die unglaublich Vielfalt im engeren und positiven Sinne des Herrenschmuckes unter die Lupe nehmen, um es schlicht und ergreifend zu begreifen, dass der Herrenschmuck für die Herren ein eindeutiger Ausdruck der eigenen Libido darstellt. Die sexuellen Bevorzugungen außer Acht gelassen, versteht sich. Auch die psychologischen Ausdrücke der jeweiligen Persönlichkeit finden im Herrenschmuck und dessen Ableitungen ihren Ausdruck.
Man kann nach vorhandenem Schmuck so einiges über den Besitzer „herauslesen“: Status, Vorlieben, Bevorzugungen, Alter, Lieblingsfarbe etc. . Viele greifen bei Stresssituationen ganz automatisch zu Schmuckstücken, des Öfteren auch zu Lieblingsschmuckstücken, als hätte man dabei eine Art der Unterstützung finden können, so wie ein kleines Kind die Mama immer sucht, so suchen die Männer ihre Unterstützung beim Schmuck. War schon immer so, jeder der prominenten Persönlichkeiten verfügte über einen Talisman, Glücksbringer, Amulette oder ähnliche Spielzeuge. Obwohl, so ganz als Spielzeug könnte man den Schmuck weder damals noch heute bezeichnen, der steigende Goldpreis spricht eine klare Sprache.
Einer der berühmtesten leidenschaftlichen Schmuckliebhaber war sicherlich der exzentrische, extravagante und sehr heikel umstrittene Imperator Caligula (Gaius Caesar Augustus Germanicus). Der war verrückt, verrückt nach Schmuck, besessen. Der hatte nicht nur die geeigneten Körper- und/oder Bekleidungsteile mit Schmuck bestücken lassen, auch dafür weniger geeignete Sandalen glänzten bei Caligula stolz nach Gold, Diamanten und Platin.
Neben Caligula waren und sind es die Herrscher weltweit, die eine eigene, irgendwie geheime „Herrenschmucksprache“ reden. Verständlich oder nicht, aber die Geistlichen greifen zu nicht selten sehr teurem Schmuck genauso wie mancher Diktator. Dabei sind sicherlich die Politiker, insbesondere die europäischen Politiker und Führungskräfte meistens sehr dezent und bescheiden.
Natürlich: die Manschettenknöpfe aus Edelstahl mit winzigen Brillanten und/oder die Designerarmbanduhren ausgeschlossen, denn Herrenschmuck zeigt die Zugehörigkeit zu einer oder anderen Kaste, die Beständigkeit in bestimmtem Clique. Eine Frage des Images? Mit Sicherheit, aber auch der Glaubwürdigkeit…
Die Herrscher hin, die Genies her - man braucht einfach irgendetwas ganz spezielles, was die Persönlichkeit hervorhebt, auch mit einer Geheimsprache.
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