Cooldino

Gedankenloser Umgang mit Social Network Seiten

Social Network Seiten sind in ihrer Beliebtheit im Internet heutzutage kaum noch zu übertreffen. Facebook, Xing, Twitter und andere haben unzählbar viele Benutzer, die diese Seiten oft und gerne nutzen. Obwohl immer wieder Kritik an der Sicherheit der Nutzerdaten laut wird, lassen die meisten sich davon nicht abschrecken. Schließlich ist es zu Zeiten des Internets allgemein nicht mehr so einfach, die Sicherheit der eigenen Daten zu gewährleisten, wie es früher war, als man noch mit verschließbaren Schränken und einem Aktenvernichter, am besten einem Aktenvernichter Partikelschnitt, einen sicheren Kurs fuhr.
Doch dass Facebook und Co nicht nur die Sicherheit der eigenen Daten gefährden, sondern in vielen Fällen auch das Ansehen seiner Benutzer, ist ebenso in aller Munde. Die Benutzer sind jedoch selbst Schuld. Schließlich weiß jeder, dass, wenn man sein Profil nicht für Unbekannte unzugänglich macht, die ganze Welt den Quark lesen kann, den man auf diesem verzapft. Ob es nun die Kneipenfotos vom letzten Wochenende sind, auf denen man mit hochrotem Kopf und einem Bier in der Hand auf dem Tresen tanzt, oder Kommentare zu Anderen, die schon so manchen seinen Job gekostet haben. Doch auch die anderen Benutzer, mit denen man verlinkt ist, sind vielleicht nicht immer die richtigen Ansprechpartner für gewisse Themen, vor allem wenn sich unter ihnen Leute aus dem Berufsleben, möglicherweise sogar der eigene Chef, befinden.
Gerade ist durch einen Facebook Faux Pas auch der junge SPD Politiker Sebastian Edathy so in die Schlagzeilen geraten. Und zwar hatte er ein Bild von FDP Politiker Philipp Rösler auf seiner Facebook Seite veröffentlicht. Auf diesem war Rösler bei einer Grippeschutzimpfung zu sehen und Edathy hatte unter dem Foto zu einer Abstimmung aufgerufen, ob er auf dem Bild lächelt, weil a)das Foto gestellt ist, b)weil er nicht anders kann, obwohl das Foto gestellt ist, oder c) weil die Infusion das Lächeln erst ermöglicht. Damit hatte Edathy großen Unmut auf sich gezogen, immerhin behauptete er durch diesen Kommentar, der Vizekanzler nehme Drogen. Später stellte sich heraus, dass Edathy auch keine Rechte auf die von ihm veröffentlichten Fotos hatte, was eine Klage mit sich bringen kann. Wie man sieht, kann einem eine Social Network Seite, wenn man nicht gewissenhaft damit umgeht, auch bösen Schaden zufügen.