Cooldino

Fototechnik u. Fotografie gestern und heute…!

Als mein Vater mir das Fotografieren beibrachte, oder das was es bei mir werden sollte, konnte man
die Leute an einer Hand abzählen, die eine Kamera hatten und damit umgehen konnten.
Von diesen hatte man dann auch Fotos zu sehen bekommen.

 

Nicht selten waren diese unscharf, unter- oder überbelichtet oder der Bildausschnitt war nicht optimal gewählt.

 

In der Zeit in den 70’er Jahren, erzählte mir mein Vater, gab es vielleicht eine Handvoll von
Filmanbietern, vielfach lag das Hauptaugenmerk immer noch auf S/W Filme, Dia und der Farbfilm war
erst wirklich im Startbereich. Gerade in Bezug auf annehmbare Farbigkeit.

 

Aber wer waren die Exoten, die mit solch einer Kamera umzugehen versuchten, experimentierten
und wie haben sie sich ausgetauscht? Es gab kein Internet, keine Online-Foren usw.

 

Natürlich gab es einschlägige Zeitschriften, Fotoclubs, Ausstellungen und auch noch 
Brieffreundschaften, die vielleicht durch zufällige Treffen entstanden. Vielleicht in einem Fotofachgeschäft.
Dabei ging es ausschließlich um die Fototechnik. Um ein gutes Foto zu erhalten musste man sich schon
mit der Technik auseinandersetzten. Automatiken wie in der heutigen Zeit waren undenkbar,
allerhöchstens Hilfsmittel. Beispielsweise ein Belichtungsmesser machte die Arbeit ein wenig einfacher
in der analogen Fotografie.

 

Also wer, wenn ich fragen darf, machte sich schon die Arbeit mit einem Gerät umzugehen,
welches einem schon im Voraus fremd war und man im Nachhinein nicht wusste was für ein Ergebnis man erhalten würde.

 

Wie macht man was, wo und wie stellt man etwas an der Kamera ein, Fragen die heute in der
digitalen Fototechnik nicht mehr so häufig gestellt werden. Das Ergebnis ist wichtig, nicht unbedingt der Inhalt
der Fotografie, was Folgendes beinhaltet: Kamera, Fototechnik, Blickwinkel und auch die Idee die der Fotograf
umsetzten möchte.

 

Man sollte denen die sich mit all diesen Sachen nicht beschäftigen möchten, auch gute Bilder wünschen,
die moderne Technik macht es ja möglich. Jeder sollte seine Schnappschüsse haben, Familienfotos,
Urlaubserinnerungen oder auch eigene Kreationen.

 

Die breite Masse macht ihre Bilder, zu Hauf, digital und archiviert sie auf verschiedensten Speichermedien.
Und das zu ihrer Zufriedenheit.

 

Die eingeschworene Gemeinde, selektiert, ist kritisch gegenüber dem digitalen Bild,
legt gerne wieder einen Film ein und wartet ein wenig.