Cooldino

Filzen und Färben: wunderschöne Taschen aus kleiner mongolischer Werkstatt

Die Geschichte des Filzens
Schon in der Steinzeit war die Kunst des Filzens bekannt. Als vermutlich ältestes Textil überhaupt wurde Filz aus aufgesammelten Tierhaaren oder dem Fell von Beutetieren hergestellt und für Decken, Schuhe und Kleidung genutzt. Die ältesten Funde gehen auf den Zeitraum 500-600 v.Chr. zurück. Vermutlich war  Filz aber bereits 8000 v. Chr. bekannt. Leider vergeht er recht rasch und kompostiert. So gibt es keine älteren Funde.  
Dass Filz schon so früh genutzt wurde, liegt sicher auch an den wunderbaren Eigenschaften von Filz. Die Herstellung ist recht einfach, er wärmt, isoliert, ist robust. Er ist formbar, bedingt wasserabweisend (Regenschutz), weich als Schuh, man kann Wasser damit filtern, er ist schalldämmend, formbar, man kann ihn zu Kleidung und Taschen vernähen, er ist leicht zu färben und wurde deshalb auch rituell genutzt.

Färben  von Filz mit Naturfarben
Schon die frühen Menschen waren kreativ und färbten ihren Filz mit Pflanzenfarben. Dafür kamen bestimmte Bartflechten in Frage(oranger Farbton), die Walnuss (braun), Stockrosen (lila- und Blautöne), Schafgarbe (gelb), Schachtelhalm oder Johanniskraut (grün), Sandelholz oder Krappstrauch (verschiedene Rottöne), Rittersporn (blau bis türkis).
Filz hat sich vor allem in nomadischen Gesellschaften in den kalten asiatischen Steppen bis heute als Alltagsprodukt bewährt. Ein wunderbarer Stoff, der als Nebenprodukt der Weidetiere anfällt, wärmt und schützt.
Bei uns, in einer Zeit, in der Ökologie und Kreislaufwirtschaft immer wichtiger wird, ist Filz wieder beliebt. Wir suchen nach einem Anknüpfungspunkten für Altbewährtes. So gibt es im Shop Faire Sachen Designer-Filztaschen aus Fairem Handel, die mongolische Tradition und modernes Design verbinden.