Cooldino

Erst denken, dann posten

Der gedankenlose Umgang mit Social Network Seiten zieht große Kreise. Immer wieder erfährt man in den Medien von neuen Fällen, in denen sich User gewollt oder ungewollt absolut lächerlich machen. Dass dies immer häufiger passiert, ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass beinahe jeder im Alter von 15 bis 40 in Deutschland bereits einen Facebook Account hat, dazu kommen noch Seiten wie Xing, Twitter oder für die jüngeren StudiVz.

Dass man nicht jeden Mist posten sollte, der einem in den Sinn kommt, ist für normal denkende Personen eigentlich selbstverständlich. Aber selbst bei sonst klugen Köpfen hat man oft das Gefühl, dass, wenn es um das Internet geht, bei vielen der Verstand zeitweise aussetzt. Viele gefährden dadurch nicht nur die Sicherheit ihrer persönlichen Daten, sondern auch ihren Ruf. Bei Datensicherheit außerhalb des Internets kann man wenigstens noch auf einfache Mittel zurück greifen, wie einen Aktenvernichter, oder um auf Nummer sicher zu gehen, einen Aktenvernichter Partikelschnitt, im World Wide Web geht schon eher einmal etwas verloren.
Was definitiv bei einigen Usern innerhalb der vergangenen Monate verloren ging, war die positive Meinung, die andere zuvor noch von ihnen hatten. Da war zum Beispiel die Meldung einer jungen Frau, die sich auf ihrer Facebook-Seite öffentlich bei ihren Freunden über ihren neuen Job, inklusive Chef, beschwerte und dabei scheinbar völlig aus ihrem Gedächtnis gestrichen hatte, dass sie diesen erst kurz zuvor zu ihrer Freundesliste hinzugefügt hatte. Dumm gelaufen, denn von keinem Geringeren als ihrem Vorgesetzten fand sie kurz danach einen Kommentar unter ihrer Beschwerde, der sie höflich darauf aufmerksam machte, ob sie wohl vergessen hätte, ihn hinzugefügt zu haben und dass sie am nächsten Arbeitstag nicht wieder in die Firma zu kommen bräuchte.

Doch auch Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, hätte man mitunter mehr Verstand zugetraut, als sie am Ende bewiesen. So unter anderem der junge SPD Politiker Sebastian Edathy, der vor wenigen Wochen mit einem geposteten Foto auf Facebook in den Medien für Furore sorgte. Das Foto zeigte FDP Politiker Rösler bei einer Grippeimpfung und war mit einigen unverschämten Kommentaren versehen, die in Richtung Drogenkonsum gingen. Damit zog der Politiker eine Menge Unmut auf sich.

Aber für jeden, der sich auf Social Network Seiten bewegt, sollte eine einfache Regel gelten: erst denken, dann posten.