Cannabis in der Medizin
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- 29.11.2011
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Die medizinisch relevantesten Wirkstoffe sind die Cannabinoide. Diese findet man in den harzigen Absonderungen der Blüten, aber nicht in den Cannabis Samen der Pflanze. Es gibt mehrere Cannabinoid-typen, die wichtigsten sind Cannabinol (CBN) und die Cannabidiol (CBD). CBN hat, entgegen der landläufigen Meinung, kaum eine psychoaktive Wirkung und wird bei Schmerzpatienten eingesetzt. Allerdings gibt es in Deutschland keine arzneimittellrechtliche Zulassung für Medikamente mit CBN. Nur in Einzelfällen kann ein solches Medikament aus einem Staat mit einem zugelassenen Mittel nach Deutschland importiert werden, da das in Europa gängige Mittel bei starken Schmerzen immer noch Morphin ist.
Cannabinoid-haltige Medikamente
CBD ist ein Cannabinoid mit einem breiteren Spektrum, welches geläufiger ist als CBN. Es wirkt entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und hilft gegen Übelkeit. In Deutschland wird es vor allem bei Patienten mit Multipler Sklerose eingesetzt. Auch in der Krebsbehandlung kommt es in einigen Ländern zum Einsatz. Weil der Weg zu Verschreibung eines Cannabinoid-haltigen Medikamentes langwierig sein kann und nicht immer von Erfolg gekrönt ist, gibt es Patienten, die in Eigenregie Cannabispflanzen anbauen, obwohl das in Deutschland verboten ist. Cannabis Samen bestellen ist dabei der leichteste Teil. In der Schweiz, Österreich und den Niederlanden ist der Verkauf von Cannabis Samen legal und die Anbieter verschicken die Samen auch diskret nach Deutschland. Ob die Selbstmedikation tatsächlich hilft, das muss jeder Patient selbst entscheiden. Der erste Weg sollte dabei immer der zum Arzt sein, mit dem man besprechen kann, ob die Behandlung mit Cannabinoiden überhaupt sinnvoll ist.






