Der Hafen Warnemünde
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- 06.01.2012
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Majestätisch liegt die AIDA blu im Hafen Warnemünde. Das Kreuzfahrtschiff symbolisiert die Entwicklung im Hafen Warnemünde. Nach der politischen Wende im Jahr 1990 entwickelte sich der Hafen Warnemünde zu einem Kreuzfahrt-Magneten. Stetig steigende Anlauf- und Passagierzahlen beweisen, der Hafen Warnemünde ist auf Wachstumskurs. Und auch bei der Frachtschifffahrt steigt das Umsatzvolumen wieder deutlich an.
Zwei Zahlen machen die Entwicklung im Hafen Warnemünde sehr deutlich: Im Jahr 1990 besuchten drei Kreuzfahrtschiffe den Hafen Warnemünde. Im Jahr 2011 waren es 158 Anläufe im Hafen Warnemünde. Tendenz steigend. Für das Jahr 2012 werden sogar noch höhere Zahlen prognostiziert.
Der Grund: Mit der amerikanischen Reederei Princess Cruises Seereisen gibt ein weiterer Kreuzfahrt-Anbieter sein Debüt in Warnemünde.
Besonders angesagt bei den internationalen Kreuzfahrtgästen sind Fahrten von Warnemünde mit dem Zug nach Berlin sowie die Ausflüge ins Landesinnere.
Die Geschichte des Hafens Warnemünde ist jedoch nicht ausschließlich mit der Kreuzfahrt verbunden. Im Mittelalter war der Hafen Warnemünde einer der wichtigsten Umschlagplätze an der Ostsee. Das Markenzeichen der stolzen Flotte war der Greif - ein aus Tierkörpern gebildetes Mischwesen, halb Pferd, halb Vogel. Mit ihm am Bug wurde Handel mit Skandinavien, dem Baltikum, West- und Südeuropa betrieben.
Ende des 19. Jahrhunderts und in den folgenden Jahrzehnten verlor der Hafen Warnemünde den Anschluss. Da half auch nicht, dass am 26. Juni 1886 die Eisenbahnverbindung nach Rostock und Berlin und die Postdampferverbindung nach Gedser in Dänemark eröffnet wurde. Damals fuhren von Warnemünde aus die Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ und „König Christian“. 1903 wurde zudem der neue Bahnhof in Warnemünde gegenüber des Alten Stroms und die Eisenbahnfähre Warnemünde–Gedser, die ab 1926 auch Autos beförderte, in Betrieb genommen. Der Hafen Warnemünde hatte bis 1945 nur eine lokale Bedeutung, und selbst die ging durch Kriegseinwirkungen verloren.
In der DDR wurde der Hafen Warnemünde zu einem leistungsfähigen Hochseehafen umgestaltet. Passagier-Tourismus spielte dabei keine Rolle.
1960 wurde der Überseehafen für die große, staatliche Handelsflotte in Betrieb genommen. Ständig ausgebaut und an die Bedürfnisse der DDR-Wirtschaft angepasst, erreichte der Überseehafen 1989 mit über zwanzig Millionen Tonnen Umschlag – überwiegend Massenschüttgütern – sein bis dahin höchstes Ergebnis. Nach der politischen Wende und dem Wegfall der DDR-Bedürfnisse begann der lange Weg der Neuorientierung. Und dieser hieß: Industrie- und Kreuzfahrthafen.
Einen bisher ungebremsten Höhenflug erlebt der Hafen Warnmünde durch die Kreuzfahrt-Branche. Die ständig steigenden Anläufe der Kreuzfahrtschiffe zeigen, dass es der richtige Weg war, den man im Hafen Warnemünde eingeschlagen hat.
Mehrere hunderte Millionen Euro sind seit 1990 in den Hafen Warnemünde investiert worden. Vor allem in die Infrastruktur wurden finanzielle Mittel gepumpt, um den Hafen Warnemünde wettbewerbsfähig zu gestalten. So wurde beispielsweise das neue Cruise Center gebaut und der Liegeplatz P8 im Werftbecken im Hafen Warnemünde geschaffen. Weitere Großprojekte, die den Standort Hafen Warnemünde noch weiter aufwerten sollen, sind in Planung oder werden bereits realisiert.
Im Jahr 2012 soll die neue Straßenanbindung von der Stadtautobahn zum Passagierkai im Hafen Warnemünde fertig gestellt werden. Damit gelangen Passagiere noch schneller zum Kreuzfahrt-Terminal.
Doch schon jetzt erfreut sich der Hafen Warnemünde hoher Beliebtheit. Das belegt eine Studie des Ostseeinstituts für Marketing, Verkehr und Tourismus an der Universität Rostock aus dem Jahr 2010.
Und nicht nur das: 259,25 Mill. Seereisende aus aller Welt kamen dieses Jahr in Urlauberschiffen in den Hafen Warnemünde.
„Nie zuvor wurde ein deutscher Hafen so häufig in die Reiseplanungen der Kreuzfahrtreedereien aufgenommen wie der Passagierhafen Warnemünde für das Jahr 2011“, sagt Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, die den Kreuzfahrthafen seit dem Jahr 2002 betreibt und stetig weiterentwickelt hat.
Die Rostocker Reederei AIDA Cruises startete 2011 erstmals mit zwei Schiffen, AIDAsol und AIDAblu, vom Hafen Warnemünde aus zu insgesamt 21 Rundreisen in die Ostsee. Die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line und die italienische Reederei Costa planen im Hafen Warnemünde weitere Passagierwechsel.






