Über die Courage sich einem Psychologen anzuvertrauen
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- 18.01.2012
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Irgendwann im Leben kommt fast jeder Mensch einmal an den Punkt, wo er mit seinem “Latein” am Ende ist. Dabei kann es sich um die unterschiedlichsten Probleme handeln, von Beziehungskrisen über Traumata bis hin zu Phobien. Vielen Leidtragenden ist es außerdem peinlich - sie möchten nicht über die Problemsituation sprechen und vergraben sich daheim, wo sie ohne Hilfe versuchen, die Probleme zu überwinden.
Doch in den meisten Fällen ist es hilfreich, einen gut geschulten Psychologen zu konsultieren, da er mit dem nötigen Know-How oft mehr erzielen kann als der ungeschulte Laie. Hinterher bereut es fast keiner, diesen wichtigen Schritt, einen Psychologen zu konsultieren, gemacht zu haben.
Ein Betroffener mit täglichen Zwangsneurosen, wird irgendwann sehen, dass diese das ganze Leben beeinflussen und vor allem beeinträchtigen. Es ist unsagbar schwer, gegen die Zwangshandlungen und Zwangsgedanken anzukämpfen, immer und immer wieder auftauchen. Wer glaubt, alleine aus diesem Teufelskreis zu entkommen, wird merken, dass dies hoffnungslos ist, da es hierfür einer fachlichen und seriösen Beratung bedarf. Psychologen haben spezielle Ausbildungen, sei es durch ein Hochschulstudium oder durch eine andere Weiterbildung. Ihnen steht somit umfangreiches Wissen über unterschiedliche Symptomatiken zur Verfügung und ihnen ist klar, welche Therapien und welche Lösungen sinnvoll sind und welche nicht.
Ein anderer Grund, weshalb viele Betroffene heutzutage nicht bereit sind, einen Psychologen aufzusuchen, ist die negative Behaftung dieser Thematik. Erwartet man vom Hausarzt seines Vertrauens eine körperliche Diagnose und wird dann mit dem Begriff “psychosomatisch” konfrontiert, ist man sehr schnell überfordert und kann und will es nicht akzeptieren, dass ein psychisches Problem vorliegt. Man weiß doch schließlich, dass man nicht verrückt ist! Doch eine psychosomatische Erkrankung hat damit nicht viel zu tun. Das sind leider immer noch die alten Klischees, die in den Köpfen der Menschen kleben. Daran liegt es wohl auch, dass die meisten Patienten lange brauchen, um wirklich einen Psychologen zu konsultieren.
In sehr vielen Fällen greifen Patienten auch erst einmal zu Pillen, da diese ja schließlich bei all den anderen körperlichen Zipperlein auch helfen. Wieso sollte ich über meine psychischen Belastungen sprechen, wenn mir auch eine Pille hilft? Aber die meisten psychischen Störungen und vor allem die, die keine wirkliche Krankheit darstellen, aber trotzdem sehr belasten( z.B.Beziehungsprobleme oder Missbrauch) lassen sich nicht durch die Einnahme von Tabletten lösen. Hier ist eine fachlich kompetente Beratung durch einen Psychologen gefragt. Dies kann sowohl durch eine Verhaltens- als auch durch eine Gesprächstherapie stattfinden. Es gibt eine Vielzahl von Therapieformen, die für die jeweilige Symptomatik passend sind und nur der Psychologe alleine kann entscheiden, welche Form am hilfreichsten ist.
Wer sich also weigert einen Psychologen aufzusuchen, weil weil es ihm peinlich ist oder es nicht für nötig hält, läuft Gefahr eine lange Zeit seines Lebens unter dem psychischen Problem zu leiden und eventuell sogar darunter zusammenzubrechen. Die Hoffnung, dass sich das Problem von selbst löst, erfüllt sich nur in wenigen Fällen und auch eine Selbsttherapie ist wenig ratsam. Viele Patienten sind erst bereit, Hilfe aufzusuchen, wenn sich die Situation dramatisch zuspitzt und sie keinen Ausweg mehr sehen. Dem kann man entgehen, wenn man sich von Anfang an einer fachlich geschulten Person anvertraut und nicht erst lange abwartet und leidet.






